Aktuelles

Aktuelle Informationen rund um den Semmering-Basistunnel.
Stand: September 2021

Grafik Baufortschritt

Übersicht Vortriebe Semmering-Basistunnel August 2021

Fragen und Antworten für unsere Nachbarinnen und Nachbarn

  • Wie weit ist der Semmering-Basistunnel gebaut?

    Der Semmering-Basistunnel wird von 14 Stellen aus gebaut. Insgesamt sind mehr als drei Viertel des Tunnels im Rohbau gegraben.

  • Wann wird der Semmering-Basistunnel fertiggestellt?

    Die Inbetriebnahme des Semmering-Basistunnels wird 2028 erfolgen, zum Fahrplanwechsel Ende 2028 fahren die ersten Züge durch den neuen Tunnel.

  • Was tut sich auf der Baustelle Mürzzuschlag?

    Die Arbeiten am Bahnhof Mürzzuschlag schreiten zügig voran. Als erstes abgeschlossenes Teilprojekt steht die neue Park & Ride-Anlage  in der Heizhausgasse seit Mitte Juni 2021 den Reisenden zur Verfügung. Im Norden des Bahnhofs stehen 370 PKW- , 20 Rad- und 8 Motorradstellplätze zur Verfügung. Unmittelbar auf der P&R-Anlage steht  bereits das neue, provisorische Kunden-Center, in dem der Ticketschalter und die WCs untergebracht sind. 90 weitere Radabstellplätze und 12 Moped-Abstellplätze werden.Ende 2022 am Bahnhofsvorplatz zur Verfügung stehen.

    Seit Anfang Juli 2021 laufen die Hauptarbeiten am Bahnhofsgebäude und dem Hausbahnsteig 1. Der Zugang zu den Bahnsteigen ist  für rund eineinhalb Jahre nur mehr über die Heizhausgasse möglich, der Bereich Kaplanplatz ist komplett gesperrt (der Zugang zur Infobox Semmering-Basistunnel ist möglich). Auch der Ticketautomat und der Taxistandplatz sind jetzt in der Heizhausgasse. Der Bahnsteig 4/5 ist  fertig und über zwei Aufzüge barrierefrei erreichbar, die neuen Weichen und Gleise sind bereits verlegt.

  • Was hat es mit dem "Millionenbetrug" auf der Baustelle Grautschenhof auf sich?

    Im westlichsten Tunnelabschnitt Grautschenhof bei Mürzzuschlag sind alle vier Streckenröhren jeweils zu rund 2 Kilometer gegraben. In den Medien wurde in den vergangenen Monaten über einen Betrugsfall im Zusammenhang mit der Baustelle Grautschenhof berichtet. Fakt ist, dass die ÖBB weder geschädigt noch an den betrügerischen Aktivitäten beteiligt sind oder waren. Der öffentlichen Hand ist also kein Schaden entstanden. Geschädigt ist die am Baulos Grautschenhof ausführende Baufirma. 

  • Welche Neuigkeiten gibt es auf der Baustelle Fröschnitzgraben?

    Im Fröschnitzgraben wird mit zwei unterschiedlichen Tunnelbaumethoden gearbeitet: Im kontinuierlichen Vortrieb kommen die beiden Tunnelbohrmaschinen Carl und Ghega in Richtung Niederösterreich erfolgreich voran: Trotz zeitlich versetztem Start sind sie mittlerweile fast gleich auf und haben bereits rund 90 Prozent ihres Weges hinter sich gebracht. Über 41.000 Tübbinge (Stahlbeton-Elemente die die Außenschale des Tunnels bilden) wurden so bereits eingebaut. 

    Im zyklischen Vortrieb (Bagger- und Sprengvortrieb)  in Fröschnitzgraben West konnten die Mineure bereits die Vortriebs-Arbeiten erfolgreich abschließen, somit sind 2 von 14 Vortrieben fertig gestellt. 

  • Wie weit ist die Deponie Longsgraben verfüllt?

    Die Deponie Longsgraben ist mittlerweile praktisch zu 100 Prozent befüllt, fast 4,25 Mio m³ Material sind eingebracht worden, das entspricht ungefähr dem doppelten Volumen der Cheops-Pyramide. Die Vorbereitungen für die Bepflanzungen der Wald- und Wiesenflächen der Deponie und Baustellenbereiche laufen auf Hochtouren. Rund 33 Hektar Grund sollen in den Jahren 2023 bis 2029 mit rund 70.000 Bäumen und Sträuchern bepflanzt werden.

  • Wieso kommt es im Bereich Göstritz vereinzelt zu Schaumbildung in den Bächen?

    Im Bereich des Zwischenangriffs Göstritz befinden sich die Westvortriebe bereits in den wasserführenden Karbonaten des Otters. Um einen Bescheid gemäßen sicheren Vortrieb gewährleisten zu können, sind zum Schutz des Bergwasserkörpers Bergwasserrückhaltemaßnahmen mit Hilfe von Injektionen zu setzen. Den angetroffenen geologischen und hydrogeologischen Verhältnissen angepasst werden dazu unterschiedliche Injektionsmittel eingesetzt. Manche dieser eingesetzten Mittel können in den Vorflutern bei Verwirbelungen (z.B. bei kleinen Wasserfällen, Geländekanten etc.) zu einer temporären Schaumbildung führen. Die verwendeten Mittel sind behördlich freigegeben und stellen für die Natur keine Gefahr dar. Laufende Überprüfungen der Qualität des Wassers durch die Baustelle, externe Prüflabore und die zuständigen Behörden gewährleisten, dass es zu keinen Überschreitungen von Grenzwerten kommt. Bei jeder Schaumbildung erfolgt auch eine unverzügliche Meldung an die zuständigen Gemeinden und Behörden. Mitte Juni 2021 wurden in diesem Zusammenhang wieder chemische Injektionen vorgenommen, die zu  Schaumbildungen führen können. Diese Mittel sind behördlich genehmigt und geprüft und stellen keine Beeinträchtigung für Mensch und Natur dar. 

  • Ist die Wasserversorgung in der Region gefährdet?

    Wir wissen dank der laufenden Beobachtungen und Beweissicherungen des Projektes durch ein extrem umfangreiches Monitoring-Programm, dass die Auswirkungen des Tunnelbaus auf den Wasserhaushalt insgesamt sehr gering und nur lokal sind. Das bestätigen auch die Ergebnisse aus den laufenden Berichten, welche u.a. auch an das Bundesministerium übermittelt werden. Es wird alles dafür getan, dass keine negativen Folgen für den Lebensraum Semmering mit all seiner Vielfalt und Schönheit entstehen.
    In den Bereichen, in denen wir lokal tatsächlich für Wasserreduktionen im Bereich von Quellen oder Brunnen verantwortlich sind, haben wir entsprechend den Prognosen vor Baubeginn bereits Ersatzwasserlösungen gebaut und in Betrieb genommen, zum Beispiel in Schottwien, Semmering, Raach und Otterthal. Durch die errichteten Wasserleitungen (u.a. Brunnen und Hochbehälter), wird der Bevölkerung in diesen Bereichen sogar eine deutlich bessere Trinkwassersituation ermöglicht und für Generationen gesichert. Aus den detaillierten Kartierungen des Trassenauswahlverfahrens geht hervor, dass viele alte Brunnen dagegen nicht mehr über die entsprechende Trinkwasserqualität verfügen.
    Aus den vorhandenen Messdaten seit den 1990er Jahren wissen wir, dass sich in der gesamten Semmering-Region die Art und Menge der Niederschläge drastisch verändert hat. Längere Trockenperioden, häufigere Starkregen-Ereignisse und insgesamt weniger Niederschlag bewirken - wie in ganz Österreich - unter anderem auch das Absinken von Grundwasserspiegeln. Dies wirkt sich natürlich auch negativ auf die Brunnen der Region aus. Der Klimawandel macht auch nicht vor dem Semmering halt. 
     

  • Wie geht es auf den niederösterreichischen Baustellen weiter?

    Auf den  Baustellen Gloggnitz und Göstritz arbeiten die Mineure weiter intensiv an insgesamt sechs Vortrieben. Während in Göstritz der erste Kilometer beinahe geschafft ist, sind in Gloggnitz über 80 Prozent des Vortriebs abgeschlossen, außerdem sind über 2,5 Kilometer der Innenschale hergestellt.

     

  • Wann ist die Umsetzung des Instandhaltungs-Stützpunktes Gloggnitz geplant?

    Ab Oktober 2021 entsteht nördlich des Bahnhofs Gloggnitz ein neuer Instandhaltungs-Stützpunkt für die historische Semmering-Bergstrecke und den Semmering-Basistunnel. Der neue Gebäudekomplex wird auf dem bestehenden ÖBB-Grund im Bereich zwischen den Bahnhofsgleisen, der Arensteingasse und der Unteren Silbersbergstraße gebaut. Zum neuen Standort gehören Werkstätten, ein Bürotrakt sowie eine sogenannte Gleishalle. Von diesem Standort aus werden in Zukunft knapp 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Wartung und Instandhaltung des Semmering-Basistunnels und der historischen Bergstrecke durchführen. 

Newsletter Semmering-Basistunnel

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Bezeichnung Dateityp Dateigröße
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05 | Newsletter 02-2021.pdf PDF 465,4 KB
04 | Newsletter 01-2021.pdf PDF 670,6 KB
03 | Newsletter 03-2020.pdf PDF 1,8 MB
02 | Newsletter 02-2020.pdf PDF 1,3 MB
01 | Newsletter 01-2020.pdf PDF 1,5 MB