Aktuelles

Aktuelle Informationen rund um den Semmering-Basistunnel.
Stand: Mai 2021

Grafik Baufortschritt

Große Abbildung einer Grafik des Semmering-Basistunnels, die rot eingezeichnet den Baufortschritt darstellt, rund drei Viertel sind schon gebaut.

Fragen und Antworten für unsere Nachbarinnen und Nachbarn

  • Wie weit ist der Semmering-Basistunnel gebaut?

    Der Semmering-Basistunnel wird von 14 Stellen aus gebaut. Insgesamt sind rund drei Viertel des Tunnels im Rohbau gegraben.

  • Wann wird der Semmering-Basistunnel fertiggestellt?

    Die Inbetriebnahme des Semmering-Basistunnels wird 2028 erfolgen, zum Fahrplanwechsel Ende 2028 fahren die ersten Züge durch den neuen Tunnel.

  • Was tut sich auf der Baustelle Mürzzuschlag?

    Die Arbeiten am Bahnhof Mürzzuschlag schreiten zügig voran. Als erstes abgeschlossenes Teilprojekt steht die neue Park & Ride-Anlage  in der Heizhausgasse seit Mitte Juni 2021 den Reisenden zur Verfügung. Im Norden des Bahnhofs stehen 370 PKW- , 20 Rad- und 8 Motorradstellplätze zur Verfügung. Unmittelbar auf der P&R-Anlage steht  bereits das neue, provisorische Kunden-Center, in dem der Ticketschalter und die WCs untergebracht sind. 90 weitere Radabstellplätze und 12 Moped-Abstellplätze werden.Ende 2022 am Bahnhofsvorplatz zur Verfügung stehen.

    Ab 5. Juli 2021 beginnen die Hauptarbeiten am Bahnhofsgebäude und dem Hausbahnsteig 1. Der Zugang zu den Bahnsteigen ist dann für rund eineinhalb Jahre nur mehr über die Heizhausgasse möglich, der Bereich Kaplanplatz ist komplett gesperrt (der Zugang zur Infobox Semmering-Basistunnel ist möglich). Auch der Ticketautomat und der Taxistandplatz siedeln im Juli Richtung Norden. Der Bahnsteig 4/5 ist dann ebenfalls fertig und über zwei Aufzüge barrierefrei erreichbar, die neuen Weichen und Gleise sind bereits verlegt.

  • Was hat es mit dem "Millionenbetrug" auf der Baustelle Grautschenhof auf sich?

    Im westlichsten Tunnelabschnitt Grautschenhof bei Mürzzuschlag sind alle vier Streckenröhren jeweils zu rund 2 Kilometer gegraben. In den Medien wurde in den vergangenen Monaten über einen Betrugsfall im Zusammenhang mit der Baustelle Grautschenhof berichtet. Fakt ist, dass die ÖBB weder geschädigt noch an den betrügerischen Aktivitäten beteiligt sind oder waren. Der öffentlichen Hand ist also kein Schaden entstanden. Geschädigt ist die am Baulos Grautschenhof ausführende Baufirma. 

  • Welche Neuigkeiten gibt es auf der Baustelle Fröschnitzgraben?

    Im Fröschnitzgraben wird mit zwei unterschiedlichen Tunnelbaumethoden gearbeitet: Im kontinuierlichen Vortrieb kommen die beiden Tunnelbohrmaschinen Carl und Ghega in Richtung Niederösterreich erfolgreich voran: Trotz zeitlich versetztem Start sind sie mittlerweile fast gleich auf und haben bereits über 80 Prozent ihres Weges hinter sich gebracht. Über 40.000 Tübbinge (Stahlbeton-Elemente die die Außenschale des Tunnels bilden) wurden so bereits eingebaut. 

    Im zyklischen Vortrieb in Richtung Westen sind die Mineure gut vorangekommen, sodass im Februar 2021 die Vortriebsarbeiten in einer Röhre abgeschlossen werden konnten. In der zweiten Röhre werden die Arbeiten bis Sommer 2021 beendet sein.

  • Wie weit ist die Deponie Longsgraben verfüllt?

    Die Deponie Longsgraben ist mittlerweile zu mehr als 90 Prozent befüllt. Die Vorbereitungen für die Bepflanzungen der Wald- und Wiesenflächen der Deponie und Baustellenbereiche laufen auf Hochtouren. Rund 33 Hektar Grund sollen in den Jahren 2023 bis 2029 mit rund 70.000 Bäumen und Sträuchern bepflanzt werden.

  • Wieso kommt es im Bereich Göstritz vereinzelt zu Schaumbildung in den Bächen?

    Im Bereich des Zwischenangriffs Göstritz befinden sich die Westvortriebe bereits in den wasserführenden Karbonaten des Otters. Um einen Bescheid gemäßen sicheren Vortrieb gewährleisten zu können, sind zum Schutz des Bergwasserkörpers Bergwasserrückhaltemaßnahmen mit Hilfe von Injektionen zu setzen. Den angetroffenen geologischen und hydrogeologischen Verhältnissen angepasst werden dazu unterschiedliche Injektionsmittel eingesetzt. Manche dieser eingesetzten Mittel können in den Vorflutern bei Verwirbelungen (z.B. bei kleinen Wasserfällen, Geländekanten etc.) zu einer temporären Schaumbildung führen. Die verwendeten Mittel sind behördlich freigegeben und stellen für die Natur keine Gefahr dar. Laufende Überprüfungen der Qualität des Wassers durch die Baustelle, externe Prüflabore und die zuständigen Behörden gewährleisten, dass es zu keinen Überschreitungen von Grenzwerten kommt. Bei jeder Schaumbildung erfolgt auch eine unverzügliche Meldung an die zuständigen Gemeinden und Behörden. Mitte Juni 2021 wurden in diesem Zusammenhang wieder chemische Injektionen vorgenommen, die zu  Schaumbildungen führen können. Diese Mittel sind behördlich genehmigt und geprüft und stellen keine Beeinträchtigung für Mensch und Natur dar. 

  • Ist die Wasserversorgung in der Region gefährdet?

    Bei der Trinkwasserersatzversorgung für die Gemeinde Schottwien wurde im Haidbachgraben ein Brunnen ausgebaut, aus dem die für die Ersatzversorgung notwendige Wassermenge gefördert werden kann. Das zugehörige Wasserleitungsprojekt wird aktuell von der Behörde geprüft, bei einem positiven Bescheid soll noch heuer mit der Bauumsetzung begonnen werden.  Der neue, bereits an die künftige Versorgungsituation angepasste Hochbehälter Greis ist seit Sommer 2020 mit dem Dreifachen des bisherigen Volumens fertiggestellt.

    Die in den vergangenen Jahren und speziell im Frühjahr und Sommer 2020 im gesamten Projektgebiet beobachteten Rückgänge einiger Brunnen und Quellen wurden durch die herbstlichen Niederschläge 2020 gestoppt und positiv beeinflusst. 

  • Wie geht es auf den niederösterreichischen Baustellen weiter?

    Auf den  Baustellen Gloggnitz und Göstritz arbeiten die Mineure weiter intensiv an insgesamt sechs Vortrieben. Während in Göstritz der erste Kilometer beinahe geschafft ist, sind in Gloggnitz über 80 Prozent des Vortriebs abgeschlossen, außerdem sind über 2,5 Kilometer der Innenschale hergestellt.

     

  • Wann ist die Umsetzung des Instandhaltungsstützpunkts Gloggnitz geplant?

    Voraussichtlich ab September 2021 entsteht nördlich des Bahnhofs Gloggnitz ein neuer Instandhaltungs-Stützpunkt (Anlagen-Service-Center) für die historische Semmering-Bergstrecke und den Semmering-Basistunnel. Der neue Gebäudekomplex wird auf dem bestehenden ÖBB-Grund im Bereich zwischen den Bahnhofsgleisen, der Arensteingasse und der Unteren Silbersbergstraße gebaut. Zum neuen Standort gehören Werkstätten, ein Bürotrakt sowie eine sogenannte Gleishalle. Dort wird unter anderem  der Rettungszug später abgestellt.

Newsletter Semmering-Basistunnel

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Bezeichnung Dateityp Dateigröße
05 | Newsletter 02-2021.pdf PDF 465,4 KB
04 | Newsletter 01-2021.pdf PDF 670,6 KB
03 | Newsletter 03-2020.pdf PDF 1,8 MB
02 | Newsletter 02-2020.pdf PDF 1,3 MB
01 | Newsletter 01-2020.pdf PDF 1,5 MB