Aktuelles

Aktuelle Informationen rund um den Semmering-Basistunnel.
Stand: Februar 2021

Grafik Baufortschritt

Große Abbildung einer Grafik des Semmering-Basistunnels, die rot eingezeichnet den Baufortschritt darstellt, rund zwei Drittel sind schon gebaut.

Fragen und Antworten für unsere Nachbarinnen und Nachbarn

  • Wie weit ist der Semmering-Basistunnel gebaut?

    Der Semmering-Basistunnel wird von 14 Stellen aus gebaut. Insgesamt sind mehr als zwei Drittel des Tunnels im Rohbau gegraben.

  • Wann wird der Semmering-Basistunnel fertiggestellt?

    Nach eingehender Evaluierung der baulichen, technischen und geologischen Aspekte des Großprojektes musste im Februar 2021 die Inbetriebnahme des Semmering-Basistunnels auf das Jahr 2028 verschoben werden. Grund dafür sind die technischen Herausforderungen im Berg seit 2020, die sich als noch größer als prognostiziert erwiesen haben und die damit verbundene Verlängerung der Bauzeit.

  • Was tut sich auf der Baustelle Mürzzuschlag?

    Die sogenannte „Gleishalle“ für den Instandhaltungsstützpunkt im Bereich zwischen dem Südbahnmuseum und Rundlokschuppen ist im Rohbau bereits abgeschlossen. Bahnkunden können im Personentunnel erahnen, wie der zukünftige Bahnhof aussehen wird: In einem Abschnitt ist der Tunnel bereits mit Naturstein-Bodenbelag versehen. Auch auf Bahnsteig 4/5 kann man bereits das neue Bahnsteigdach in Sichtbeton-Optik bewundern. 

    Auf der anderen Seite des Bahnhofes geht der Bau der P&R-Anlage ins Finale: Sämtliche Stütz- und Brüstungsmauern sind fertiggestellt, auch die Überdachung zum Zugang Heizhausgasse ist abgeschlossen. Nun fehlen nur noch Pflasterungs- und Asphaltierungsarbeiten, damit die gesamte Anlage im Frühjahr 2021 von Bahnkunden genutzt werden kann. Provisorische Parkplätze stehen bereits jetzt genügend zur Verfügung. Im Gleisbereich muss der gesamte Unterbau Stück für Stück für das Verlegen der Gleise im nächsten Jahr erneuert werden. 

    Im Portalbereich wird weiter fleißig betoniert und Material in der sogenannten offenen Bauweise ausgehoben. Im ersten Halbjahr 2021 werden dafür immer wieder Lockerungssprengungen (nicht in den Nachtstunden oder am Wochenende) notwendig sein. Gute Nachricht für Wanderer: Der Infoblick Mürzzuschlag wurde provisorisch an den bestehenden Bahnwanderweg angebunden. 

  • Was hat es mit dem "Millionenbetrug" auf der Baustelle Grautschenhof auf sich?

    Im westlichsten Tunnelabschnitt Grautschenhof bei Mürzzuschlag sind alle vier Streckenröhren jeweils fast 2 Kilometer gegraben. In den Medien wurde in den vergangenen Wochen ein Betrugsfall im Zusammenhang mit der Baustelle Grautschenhof kolportiert. Fakt ist, dass die ÖBB weder geschädigt noch an den betrügerischen Aktivitäten beteiligt sind oder waren. Der öffentlichen Hand ist also kein Schaden entstanden. Geschädigt ist die am Baulos Grautschenhof ausführende Firma Marti. 

  • Welche Neuigkeiten gibt es auf der Baustelle Fröschnitzgraben?

    Im Fröschnitzgraben wird mit zwei unterschiedlichen Tunnelbaumethoden gearbeitet: Im kontinuierlichen Vortrieb kommen die beiden Tunnelbohrmaschinen Carl und Ghega in Richtung Niederösterreich erfolgreich voran: Trotz zeitlich versetztem Start sind sie mittlerweile fast gleich auf und haben bereits drei Viertel ihres Weges hinter sich gebracht, da eine Maschine von den Erfahrungswerten der anderen „lernen“ konnte. Über 37.000 Tübbinge wurden so bereits eingebaut. 

    Im zyklischen Vortrieb in Richtung Westen sind die Mineure gut vorangekommen, sodass im Februar 2021 die Vortriebsarbeiten in einer Röhre abgeschlossen werden konnten. In der zweiten Röhre werden die Arbeiten im Frühjahr 2021 beendet sein.

  • Wie weit ist die Deponie Longsgraben verfüllt?

    Die Deponie Longsgraben ist mittlerweile zu 90 Prozent befüllt. Die Vorbereitungen für die Bepflanzungen der Wald- und Wiesenflächen der Deponie und Baustellenbereiche laufen auf Hochtouren. Rund 33 Hektar Grund sollen in den Jahren 2023 bis 2029 mit rund 70.000 Bäumen und Sträuchern bepflanzt werden.

  • Ist die Wasserversorgung in der Region gefährdet?

    Bei der Ersatztrinkwasserversorgung für die Gemeinden Schottwien und Semmering wurde im Haidbachgraben eine erste Brunnenbohrung auf über 100 Meter abgeteuft, derzeit läuft hier ein Langzeitpumpversuch, um die Ergiebigkeit des Brunnens zu testen. Für größere Wassermengen wird noch heuer eine weitere Erkundungsbohrung begonnen. Der Hochbehälter Greis ist seit Sommer fertiggestellt.

    Die bereits in den vergangenen Jahren und speziell im Frühjahr und Sommer 2020 im gesamten Projektgebiet beobachteten Rückgänge einiger Brunnen und Quellen wurden durch die herbstlichen Niederschläge im September und Oktober gestoppt und positiv beeinflusst. Aktuell zeigen sich bei vielen Messstellen starke Anstiege bei den Wasserständen.

  • Wie geht es auf den niederösterreichischen Baustellen weiter?

    Auf den niederösterreichischen Baustellen Gloggnitz und Göstritz sind die Ereignisse von 2019 erfolgreich aufgearbeitet: In Gloggnitz sind mittlerweile 80 Prozent der Grabungsarbeiten geschafft, parallel dazu wurden bereits 2,5 Kilometer Innenschale eingebaut. Diese innere Betonschale sichert die Tunnel langfristig und bildet die Grundlage für die spätere Ausrüstung der Tunnelröhren. 

    Seit einigen Tagen kursiert erneut ein Video aus dem Tunnelvortrieb Gloggnitz: Was man im Video sieht, ist eine Erkundungsbohrung in der Grassberg-Nordrand-Störung, die zu den komplexesten geologisch-tektonischen Strukturen der Ostalpen zählt. Wie erwartet wurde in diesem Bereich ein wasserführendes Gestein angetroffen. Mit dieser Erkenntnis konnte man bereits den weiteren Vortrieb an die Situation anpassen. Es handelt sich um einen üblichen Arbeitsschritt in einem derart komplexen Gebirge. 

  • Wann ist die Umsetzung des Instandhaltungsstützpunkts Gloggnitz geplant?

    Voraussichtlich ab Mitte 2021 entsteht nördlich des Bahnhofs Gloggnitz ein neuer Instandhaltungs-Stützpunkt (Anlagen-Service-Center) für die Semmering-Bergstrecke und den Semmering-Basistunnel. Der neue Gebäudekomplex wird auf dem bestehenden ÖBB-Grund im Bereich zwischen den Bahnhofsgleisen, der Arensteingasse und der Unteren Silbersbergstraße gebaut. Zum neuen Standort gehören Werkstätten, ein Bürotrakt sowie eine sogenannte Gleishalle. Dort wird der Rettungszug später abgestellt.

Newsletter Semmering-Basistunnel

Newsletter Semmering-Basistunnel
Bezeichnung Dateityp Dateigröße
Newsletter 03-2020.pdf PDF 1,8 MB
Newsletter 02-2020.pdf PDF 1,3 MB
Newsletter 01-2020.pdf PDF 1,5 MB
Newsletter 01-2021.pdf PDF 670,6 KB