Kinder in unterschiedlichen Kostümen

Bahnstrom aus erneuerbaren Energiequellen

Die Versorgung der Bahn mit Strom aus 100 % erneuerbaren Energiequellen wie Wasser, Sonne und Wind ist ein zentraler Bestandteil der Energieversorgung der ÖBB.

Für all das investieren wir bis 2030 rund 1,6 Milliarden Euro. Durch den Ausbau eigener Erzeugungsanlagen für erneuerbare Energie, Energiepartnerschaften und Programme zur Steigerung der Energieeffizienz erhöhen wir unsere Eigenversorgung mit Energie. Die wachsende Nachfrage nach Strom aus erneuerbaren Energiequellen macht den Ausbau der Eigenversorgung zu einem wichtigen Baustein für eine verlässliche Energieversorgung des Bahnbetriebs.

Energiezukunft auf der Schiene gestalten

Die Energiestrategie ist ein zentraler Bestandteil der langfristigen Ausrichtung der ÖBB. Bereits heute werden durch die Verkehrsleistungen von Bahn und Bus der ÖBB im Vergleich zu alternativen Verkehrsformen jährlich mehr als vier Millionen Tonnen CO₂ eingespart.

Seit 2018 wird der Bahnbetrieb mit Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energiequellen versorgt. Seit 2019 beziehen auch Gebäude und Betriebsstätten Strom aus 100 Prozent erneuerbarer Energie.

Die ÖBB haben sich das Ziel gesetzt, die Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen bis 2035 auf Netto-Null zu reduzieren. Für den Gesamtkonzern ist dieses Ziel bis 2050 vorgesehen.

Zur Umsetzung dieser Ziele investieren die ÖBB laufend in die Energieversorgung der Zukunft. Dazu zählen mehr als 130 Photovoltaikanlagen, neun Wasserkraftwerke sowie das weltweit erste Windrad zur Erzeugung von Bahnstrom. Gemeinsam bilden sie eine wichtige Grundlage für die Eigenversorgung mit erneuerbarer Energie.

Bahnstrom aus erneuerbaren Energiequellen

Die ÖBB-Infrastruktur setzt bei der Energieversorgung der Bahn auf erneuerbare Energiequellen wie Wasser, Sonne und Wind. Gleichzeitig arbeiten wir daran, Energie effizienter einzusetzen und investieren in neue Technologien und Lösungen für die Energieversorgung. 

Unser Ziel ist es, den Einsatz fossiler Energieträger bei der Stromerzeugung weiter zu reduzieren und die damit verbundenen Treibhausgasemissionen zu senken.

Salzkammergutbahn, Zug vor dem Traunstein
Blick auf die Staumauer Tauernmoos

Erneuerbarer Strom aus Wasserkraft

Für die zuverlässige Bahnstromversorgung betreibt die ÖBB-Infrastruktur eine umfassende Energieinfrastruktur. Unser Bahnstrom stammt aus 100 % erneuerbaren Energiequellen. Rund ein Drittel des Bahnstrombedarfs in Österreich erzeugen wir in unseren eigenen Wasserkraftwerken.

Wasserkraft - Projekte für Österreich

Solarenergie für die Bahn

Neben Wasserkraft nutzt die ÖBB-Infrastruktur auch Solarenergie für den Betrieb von Zügen und Bahnhöfen. Die Photovoltaikanlage in Wilfleinsdorf erzeugt seit 2015 Bahnstrom direkt für das Bahnstromnetz und war bei ihrer Errichtung das erste Bahnstrom-Solarkraftwerk Europas. Seither haben wir die Stromerzeugung aus Photovoltaik weiter ausgebaut. Dazu zählen unter anderem die Agri-PV-Anlagen in Thalsdorf (Kärnten), Riedau (Oberösterreich) und Donnerskirchen (Burgenland) sowie weitere Photovoltaikanlagen auf Betriebsgebäuden. Damit erhöhen wir unsere eigene Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen stetig.

Solarenergie - Projekte für Österreich
Solarkraftwerk
Windpark Höflein

Vom Wind angetrieben

In Höflein haben wir die weltweit erste 16,7 Hz-Bahnstrom-Windkraftanlage als Prototyp errichtet. Sie leistet einen wesentlichen Beitrag. Züge werden nun auch vom Wind angetrieben. Die erzeugte Energie wird direkt in die Oberleitung der Bahn eingespeist. Durch diese Direkteinspeisung wird einerseits die Notwendigkeit von neuen elektrischen Leitungen weitgehend vermieden. Anderseits werden die Züge direkt und damit verlustarm mit Windenergie versorgt.

Windkraft - Projekte für Österreich

Energie effizient nutzen

Ein effizienter Umgang mit Energie ist für die ÖBB-Infrastruktur ein wichtiger Bestandteil des Bahnbetriebs. Mit Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs im Fahrbetrieb, auf Bahnhöfen, in Anlagen und Bürogebäuden reduzieren wir den Energiebedarf und damit verbundene Betriebskosten.

Bahnhof Praterstern beleuchtet bei Nacht
Masten einer Oberleitung

Elektrifizierung ausbauen

Mit der Elektrifizierung weiterer Bahnstrecken schafft die ÖBB-Infrastruktur die Voraussetzungen für einen elektrischen Bahnbetrieb auf zusätzlichen Strecken. In den nächsten Jahren sind folgende Elektrifizierungen geplant: Traisentalbahn St. Pölten – Traisen – Hainfeld/Schrambach (2027), Mattersburgerbahn Wr. Neustadt – Loipersbach-Schattendorf (2027), Mattigtalbahn Friedburg – Braunau (2027) sowie Innkreisbahn Neumarkt-Kallham – Ried – Braunau (2029). 

Neben der klassischen Elektrifizierung mit Oberleitungen können auf nicht elektrifizierten Strecken auch Akku-Züge eingesetzt werden. Das ist insbesondere für weniger stark ausgelastete Strecken eine Alternative. Erste Einsätze sind ab Ende 2027 zwischen St. Pölten, Krems, Horn und Sigmundsherberg auf der Kamptalbahn geplant.