Vorbereitungen für Trassenauswahl starten
Ein zentraler Baustein der laufenden Modernisierung und Attraktivierung der Pyhrnstrecke Linz – Selzthal ist der Neubau des Bosrucktunnels. Die Pyhrnstrecke ist Teil des hochrangigen europäischen Bahnnetzes. Sie verbindet Oberösterreich und die Steiermark, zwei wichtige österreichische Wirtschaftsregionen und Ballungsräume, mit Absatzmärkten in Deutschland und Italien sowie bedeutenden Hochseehäfen.
Zeitplan Trassenauswahl
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2025:
Vorbereitung Trassenauswahlverfahren (Erstellung planerische Grundlagen)
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2026-2028:
Planungsbegleitender Dialog im Zuge des Trassenauswahlverfahrens
Auf Basis des Trassenauswahlverfahrens werden dann die Vorbereitungen für die Projekt-Genehmigungen gestartet.
Als nächster Schritt erfolgt die Ausarbeitung der Trassenvarianten und anschließend die Trassenauswahl. Als Vorbereitung für die Genehmigung des Projektes werden im Zuge der Trassenauswahlverfahrens natürlich auch Anrainer:innen, Politik und Wirtschaft in der Region miteinbezogen und ein Beteiligungsprozess umgesetzt. Diese sehr intensive Phase ist letztlich Grundlage für die Genehmigung des Projektes, unter anderem wird auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich sein. Eine erste größere Informationsphase für die Bevölkerung hat Anfang 2026 begonnen, viele weitere werden folgen. Das Trassenauswahlgebiet ist sehr weiträumig definiert, um im Auswahlprozess die bestmögliche Variante nach objektiven und nachvollziehbaren Kriterien auswählen zu können. Die Vermessungs-, Kartierungs- und Planungsarbeiten laufen im Frühjahr 2026 an. Wenn erste konkrete Ergebnisse aus diesen ersten Planungsarbeiten vorliegen, wird es auch öffentlich zugängliche Informationsveranstaltungen dazu geben.
Der neue Bosrucktunnel
Der Bau eines neuen Tunnels ist notwendig, da der bestehende einröhrige Tunnel, der 1906 den Betrieb aufgenommen hat, nicht mehr den Anforderungen des heutigen Bahnverkehrs entspricht. Neben der einröhrigen Ausführung ist vor allem die zu steile Trassenführung Grund für den Neubau, weil sie massive Zusatzkosten im Bahnbetrieb auslöst. Außerdem müsste der alte Bosrucktunnel in den 2040er Jahren umfangreich und kostenintensiv saniert werden, ohne große Verbesserungen für den Bahnverkehr zu bringen.
Zeitplan Bauprojekt (abhängig u.a. vom Verlauf des Genehmigungsverfahrens)
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Baustart jedenfalls nach 2030
Mit dem neuen Bosrucktunnel wird die so wichtige Pyhrnachse als Verbindung Richtung Deutschland und Italien sowie an das östliche Mittelmeer für die Zukunft fit gemacht. Kürzere Fahrzeiten, eine deutliche Kapazitätssteigerung sowie der Bau einer flacheren Bahnstrecke, die im Güterverkehr die Kosten deutlich reduziert, sind die primären Ziele. Das bringt der Wirtschaft in Österreich sowie den Fahrgästen deutliche Vorteile und erhöht die Attraktivität der umweltfreundlichen Bahn.
Von der Planung zum Bauprojekt
Wenn das Projekt alle notwendigen Genehmigungsverfahren erfolgreich durchlaufen hat, dann starten die Vorbereitungen für den Bau des zweiröhrigen Tunnels und der Zulaufstrecken zu den Tunnelportalen. Im Zuge von europaweiten Ausschreibungen werden alle großen Bauabschnitte vergeben, bis der Bau dieses gewaltigen Großprojektes nach 2030 beginnen kann, abhängig vom Fortschritt der Genehmigungsverfahren.
Haben Sie Fragen oder Anregungen zum Projekt? Dann schreiben Sie uns gerne unter brt@oebb.at
Planungsraum für Trassenauswahlverfahren Bosrucktunnel neu - von Roßleithen (links) bis Selzthal (rechts)