Projektmitarbeiterin im Tunnel

Kraftwerk Obervellach II

Seit Beginn des vergangenen Jahrhunderts liefern die Kraftwerke Lassach und Obervellach Energie für den Bahnbetrieb. Nun befinden sich die Anlagen am Ende ihrer technischen Lebensdauer. In den kommenden Jahren ist eine Erneuerung der bestehenden Kraftwerksgruppe geplant.

Höhere Produktion

Das Projekt Obervellach II wird Ersatz für die Bestandsanlagen an den Standorten Obervellach und Mallnitz schaffen. Dabei soll die Produktion von Bahnstrom optimiert werden: Die geplanten Anlagen steigern die Produktion um mehr als 30 Prozent.

Daten & Fakten

    • Leistung 37 Megawatt (MW)
    • Jahresenergieerzeugung 125 Gigawattstunden (GWh)
    • Ausbauwassermenge 9 m3/s
    • Fallhöhe brutto 488 m
    • Speichervolumen 60.000 m3
    • Volumen Ausgleichsbecken 60.000 m3
    • Baubeginn 2020

Video Kraftwerk Obervellach

Seit mehr als 100 Jahren setzen die ÖBB auf saubere und umweltfreundliche Gewinnung von Energie. Nun sind die Kraftwerksanlagen Obervellach I und Lassach am Ende ihrer technischen Lebensdauer angekommen. Künftig wird das Kraftwerk Obervellach II den Bahnstrom „Made in Kärnten“ erzeugen.

  • Transkript des Videos zum Nachlesen

    Kraftwerk Obervellach
    Musik im Hintergrund, Textinserts, Interviews

    Johann Pluy - Mitglied des Vorstands ÖBB-Infrastruktur:
    Die ÖBB sind das Klimaschutz-Unternehmen Nummer eins in Österreich. Seit mehr als 100 Jahren setzen wir auf saubere und umweltfreundliche Stromproduktion aus Wasserkraft. Mit unseren zehn Wasserkraftwerken leisten wir täglich einen Beitrag dazu, dass die Menschen in Österreich nachhaltig und umweltfreundlich reisen können.

    Franz Bauer - Mitglied des Vorstands ÖBB-Infrastruktur:
    Der Erhalt der Umwelt und die schonende Nutzung von Ressourcen ist uns im gesamten ÖBB Konzern eine Herzensangelegenheit. Mit dem Bau des neuen Kraftwerks Obervellach steigern wir unsere eigene Erzeugung von grünem Bahnstrom. Wir investieren dafür rund 180 Millionen Euro und sichern zudem langfristig Arbeitsplätze in dieser Region.

    Leonore Gewessler - Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie:
    Die Klimakrise ist die größte Frage unserer Zeit. Deswegen haben wir uns im Regierungsprogramm unter anderem vorgenommen Österreich bis 2030 zu 100 Prozent mit erneuerbarem Strom zu versorgen. Die ÖBB leisten mit der Revitalisierung des Kraftwerks Obervellach II einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Energiegewinnung für den öffentlichen Bahnstrom und dieses Projekt ist auch ein wunderbares Beispiel dafür, wie Klimaschutz wertvolle Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Region schafft.

    Peter Kaiser - Landeshauptmann Kärnten:
    Das Ziel der österreichischen Bundesregierung, den Strom aus 100 Prozent erneuerbarer Energie herzustellen und das bis 2030, dem gewinne ich sehr viel Positives ab, umso mehr als wir in Kärnten dieses Ziel fast schon erreicht haben.

    Anita Gössnitzer - Bürgermeisterin der Marktgemeinde Obervellach:
    Die Tauernstrecke der ÖBB hat bereits vor 100 Jahren für die Marktgemeinde Obervellach eine verkehrsmäßige Anbindung gebracht. Ich freue mich auf die Umsetzung des Kraftwerkes Obervellach II. Es ist ein Beitrag zum Umweltschutz und eine Aufwertung für unserer Gemeinde.

    Textinsert: Neubau Kraftwerk „Obervellach II“

    Günther Novak - Bürgermeister von Mallnitz:
    Mit diesem Projekt setzen die Österreichischen Bundesbahnen nicht nur ihren Kurs zur Bahnstromgewinnung in Oberkärnten fort, sie bringt auch Wertschöpfung für unser schönes Mölltal.

    Martin Zmölnig - Leiter Geschäftsbereich Untertagebau der Firma Östu-stettin GmbH:
    Eine Baustelle mit einem so großen Leistungsspektrum ist etwas Besonderes und wir sind sehr stolz ein Teil dieses Projekts sein zu dürfen. Besonders wichtig ist es uns, einem derart komplexen Bauvorhaben, den nötigen Respekt entgegenzubringen, damit ein unfallfreies Arbeiten und eine erfolgreiche Abwicklung für alle Beteiligten möglich ist.

    Sara Schaar - Tunnelpatin und Landesrätin Kärnten:
    Ich freue mich die ehrenvolle Aufgabe der Tunnel Patenschaft für dieses außergewöhnliche innovative Projekt der ÖBB - Neubau Wasserkraftwerk Obervellach II - übernehmen zu dürfen. Nicht nur weil ich in Oberkärnten geboren und aufgewachsen bin, sondern auch weil ich als Landesrätin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Naturschutz im Land Kärnten zuständig bin. Einen Tunnel und einen unterirdischen Wasserspeicher zu graben, erfordert den Verantwortlichen so ziemlich alles ab, aber sie tun damit unendlich Gutes, weil sie mit ihrer Arbeit einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, damit in Zukunft noch effizienter Strom aus Erneuerbarem erzeugt werden kann. Allen Mineuren, die hier in Obervellach auf dieser Baustelle arbeiten wünsche ich eine gesunde und unfallfreie Zeit, sowie ein herzliches Glückauf.

Renaturierungsmaßnahmen Möll

Beim Neubau des Wasserkraftwerks Obervellach II wurde ein 2,3 Hektar großes Areal als ökologische Ausgleichsmaßnahme umgesetzt. Die Fläche entwickelt sich zum Naturjuwel und bietet einen vielfältigen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Nebenbei: es ist auch ein schöner Fleck zum Relaxen.

  • Transkript des Videos zum Nachlesen

    Renaturierungsmaßnahmen Möll
    Filmaufnahmen, Musik im Hintergrund, Textinserts, Interviews

    Christian Höss (Projektleiter Neu- und Ausbauprojekte Salzburg ÖBB-Infrastruktur AG):
    Mein Name ist Christian Höss, ich bin Projektleiter bei der ÖBB-Infrastruktur AG und unter anderem zuständig für den Neubau der Wasserkraftwerke Tauernmoos und Obervellach ll. Baumaßnahmen stellen einen gewissen Eingriff in unsere Umgebung dar und als Ausgleich dafür setzen wir Renaturierungsmaßnahmen wie jene hier an der Möll.

    Textinsert: Mit dem Ausbau vom Wasserkraftwerk Obervellach II erhöhen wir nicht nur unsere Produktion von 100% grünem Bahnstrom wir setzen uns auch für Biodiversität und Artenvielfalt ein.

    Gernot Guggenberger (Geschäftsführer REVITAL GmbH):
    Ich darf diese ökologische Ersatz- und Ausgleichsmaßnahme für die ÖBB als Planer konzipieren und in weiterer Folge in der Umsetzung begleiten. Im Stillgewässer, das wir geschaffen haben, hat sich mittlerweile der Grasfrosch eingestellt, der hat hier wieder die Möglichkeit abzulaichen. Jede Menge verschiedener Libellenarten sind hier wieder eingekehrt und weiters haben wir auch die Möglichkeit gehabt hier einen großen Auwaldkomplex zu schaffen.

    Textinsert: Flora und Fauna finden ein neues Zuhause im renaturierten Gebiet der Möll. Weil uns die Natur genauso am Herzen liegt wie unsere Infrastruktur.

Verbesserung der ökologischen Situation

Die Neuplanung und der Neubau des Kraftwerks Obervellach II bieten viele Vorteile für die Umwelt. Trotz Steigerung der Bahnstrom-Eigenerzeugung wird die ökologische Gesamtsituation bedeutend verbessert. Restwasserabgaben erfolgen nach dem Stand der Technik, Anrainer:innen der bestehenden Kraftwerksanlagen werden durch die Verlegung des Krafthauses in das bestehende Gewerbegebiet von Betriebslärm und Erschütterungen deutlich entlastet. Ein rechtskräftiger UVP-Bescheid liegt seit Februar 2016 vor.

Information und Abstimmung

Die Umsetzung des neuen Kraftwerks Obervellach II erfolgt in enger Abstimmung mit Anrainern und Gemeinden. Während der Bauphase werden in Obervellach in einer öffentlich zugänglichen Infobox allgemeine Projektinformationen sowie der fortschreitende Projektstand gezeigt. Alles Weitere findet man in den Broschüren im Downloadbereich.