Schritt 4 – Fahrzeugzulassung

Bauartgenehmigung und Netzverträglichkeit sind Voraussetzung für die Netzzulassung von Schienenfahrzeugen.

Bauartgenehmigung durch BMK

Vor Erteilung einer Betriebsbewilligung ist für die Inbetriebnahme von Schienenfahrzeugen auf dem Schienennetz der ÖBB-Infrastruktur eine Bauartgenehmigung der Schienenfahrzeuge erforderlich.

In vielen Fällen kann auf die Bauartgenehmigung verzichtet werden, beispielsweise wenn das Fahrzeug im EU-Ausland oder der Schweiz bereits zugelassen ist. Es erfolgt jedoch in jedem Fall die Sicherheitsprüfung aller im Heimatland nicht verwendeten, aber auf dem österreichischen Schienennetz erforderlichen sicherheitsrelevanten Komponenten. Geprüft wird Technik und Arbeitnehmerschutz. Dafür zuständig ist das BMK bzw. bei nicht vernetzten Bahnen die jeweilige Landesbehörde.

Überprüfung der Kompatibilität durch ÖBB-Infrastruktur AG

Zu Beginn müssen eine aufrechte Deckung der Haftpflicht oder gleichwertige Vorkehrungen nachgewiesen werden. Die Kompatibilitätsüberprüfung und Netzzulassung von Schienenfahrzeugen erfolgt über den Infrastrukturbetreiber ÖBB-Infrastruktur AG.

Bei der Netzverträglichkeitsprüfung wird geprüft, ob das Fahrzeug zum Netz der ÖBB-Infrastruktur AG passt. Exakt definierte Kriterien für die Zulassung von Triebfahrzeugen auf dem Schienennetz der ÖBB sind in einem detaillierten Anforderungskatalog festgelegt und zu ersehen.

Wagen, die den Normen der RIC/RIV entsprechen, sind auf dem Netz der ÖBB automatisch ohne weiteres Prüfungsverfahren zugelassen. Wagen, die diesen Normen nicht entsprechen, werden gesondert geprüft.

Kontakt & Ansprechpartner

Mag. Dr. LL.M. Erich Neumeister
BMK, Sektion IV/E 2,
Oberste Eisenbahnbehörde Genehmigung Infrastruktur und Fahrzeuge
Telefon +43 1 71162 652614
Fax +43 1 71162 652599

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BMK – Eisenbahn

DI Wolfgang Strehn
ÖBB-Infrastruktur AG
Stab Sicherheit und Betriebsleitung

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Fahrzeug-Zulassungsstelle