Rund um die Planung

Die Planungen zur Flughafenspange sind seit mehreren Jahren in vollem Gange. Da es sich um eine Neubaustrecke mit starken Auswirkungen auf das gesamte Verkehrsnetz handelt, sind umfangreiche Prüfungen und Verfahren notwendig.

Zweigleisiger Schienenstrang.

Von der Strategischen Prüfung zur Trasse

In einem ersten Schritt wurde im April 2016 die „Strategische Prüfung im Verkehrsbereich“ (SP-V) laut SP-V-Gesetz unter der Leitung des damaligen Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) durch die ÖBB initiiert. Eine SP-V ist die rechtliche Grundlage für geplante Veränderungen des hochrangigen Verkehrswegenetzes. Dabei wird erhoben, welche Auswirkungen die eingereichte Netzveränderung auf das hochrangige Verkehrswegenetz, Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft in Österreich hat. 

Daten & Fakten

  • Planung

    seit 2015

  • Strecke

    Flughafen Wien–Bruck an der Leitha

  • Streckenlänge

    20 Kilometer

  • Voraussichtliche Bauzeit

    2025-2030

Mit Juni 2017 wurde die SP-V abgeschlossen. Am 1. März 2018 erfolgte als Ergebnis der Erlass der Hochleistungsstrecken-Verordnung durch den Ministerrat. Diese Verordnung ermöglicht es der ÖBB-Infrastruktur AG, weitere Planungsarbeiten und Anstrengungen zur Erlangung von Grundsatzgenehmigungen einzuleiten. 

Trassenfindung im Dialog

Im September 2018 wurde ein Runder Tisch zur Einbindung aller betroffenen Parteien (Länder und Gemeinden) in den Trassenfindungsprozess ins Leben gerufen. Am Runden Tisch nehmen Vertreter von neun Gemeinden der Region, des Landes Niederösterreich und Burgenland, des Flughafen Wien und der ÖBB-Infrastruktur AG teil.

Mitte Juni 2020 fasste der Runde Tisch auf Basis eines detaillierten Kriterienkatalogs die gemeinsame Entscheidung, den südlichsten Trassenkorridor mit einer weitgehenden Bündelung mit der bestehenden Ostbahn für eine konkrete Trassenfindung im Detail zu untersuchen.

In der Detailplanungsphase, die im Herbst 2021 startet, werden die BürgerInnen der Region umfassend informiert und Bürgerinitiativen haben die Möglichkeit, ihre Standpunkte und Optimierungsvorschläge einzubringen. 

In einem Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren werden mögliche Auswirkungen des Vorhabens auf Menschen, Tiere, Pflanzen, deren Lebensräume, auf Boden, Wasser, Luft, Klima, auf die Landschaft sowie auf Sach- und Kulturgüter ermittelt und die vorgesehenen Maßnahmen zur Vermeidung und Verminderung sowie zum Ausgleich von schädlichen oder belastenden Auswirkungen geprüft.