Rund um den Bau

Rund 100 gemauerte Brücken, 16 Viadukte und 15 Tunnel: Die von Carl Ritter von Ghega entworfene Semmeringbahn gilt als technische Meisterleistung. Die Modernisierungsarbeiten laufen auf Hochtouren.

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    Semmering Bergstrecke: Viadukte werden instand gesetzt
    Filmaufnahmen, Sprecher: Daniel Gödl, ausführender Projektleiter Semmering Bestandsstrecke


    Sprecher: Mein Name ist Daniel Gödl. Ich bin zuständig für die Sanierung der Bestandsstrecke Semmering.
    Ein Bagger hebt die sanierungsbedürftigen Steine auf ein Wagenelement.
    Sprecher: Zur Zeit sanieren wir drei Viadukte. Alle Viadukte stehen unter Denkmalschutz. Die gesamte Bergstrecke steht ebenfalls unter Denkmalschutz, beziehungsweise ist es ein UNESCO Weltkulturerbe. Aufgabe ist es die drei Viadukte instand zu setzen. Dabei müssen wir die Rüstungsmauersteine abtragen.
    Bei einem Steinmetz werden die alten Steine kontrolliert und saniert.
    Sprecher: Gleichzeitig führen wir die Rüstungsmauersteine gleisgebunden zum Steinmetz. Dort werden sie fachgemäß, nach Vorgaben des Denkmalamtes instand gesetzt und saniert. Dabei geht es in erster Linie darum, dass die Oberfläche gereinigt, bestrahlt und die größten Ausbrüche ergänzt werden. Die Steine werden so geschnitten, dass wir den Gleisraum erweitern können und auf den neuesten Stand bringen können. Das Wichtigste bei den Instandsetzungsmaßnahmen ist die Sicherheit und die Pünktlichkeit.
    Es ist ein Viadukt zusehen.

Um sie an heutige Anforderungen anzupassen, modernisiert die ÖBB-Infrastruktur die gesamte Strecke. Zudem wurden sechs Bahnhöfe barrierefrei und kundenfreundlicher gestaltet – Gloggnitz, Payerbach-Reichenau, Breitenstein, Semmering, Spital am Semmering und Mürzzuschlag.

Zehn Kilometer neue Gleise und Weichen

Nach dem Abschnitt Semmering–Spital am Semmering starteten 2016 die Arbeiten zwischen Payerbach-Reichenau und Semmering. Hier wurden rund zehn Kilometer neue Gleise verlegt und Weichen aufgerüstet. 2017 lief die Sanierung des Kartnerkogel-Viadukts, 2018 und 2019 folgt die Revitalisierung des Wagnergraben-, Gamperlgraben- und Rumplergraben-Viadukts. Darüber hinaus entstehen vier elektronische Stellwerke.

Daten & Fakten

  • Bauzeit
    2005–2025
  • Strecke
    Gloggnitz (Niederösterreich)–Mürzzuschlag (Steiermark)
  • Streckenlänge
    42 Kilometer
  • Meilensteine
    • 2005: Baubeginn
    • 2016: Startschuss für die letzte Bauphase (Payerbach–Reichenau–Semmering)
    • 2025: Fertigstellung der Sanierung der Semmeringbahn

Modernisierung der Semmering Bestandsstrecke

Das Video zeigt in beeindruckender Art und Weise die aufwändigen Modernisierungsmaßnahmen im Zuge einer Streckensperre.

  • Transkript des Videos zum Nachlesen

    Streckensperre Semmering - Filmaufnahmen, Musik im Hintergrund

    Die Strecke, am Semmering, wurde gesperrt.
    Es werden, mithilfe von speziellen Maschinen, Gleisbauarbeiten durchgeführt.
    Es wird unter anderem der Untergrund gefestigt und stabilisiert.
    Es werden Mängel, an den Schienen, ausgebessert.
    Teilweise werden neue Schienenkörper verlegt.
    Aufgrund des Entwicklungsstandes gewisser Maschinen kann auch in der Nacht gearbeitet werden.
    Mit speziellen Methoden werden die Schienen fahrbereit gestaltet.