Rapsfeld mit Zug im Hintergrund

Bahn und Natur

Beim Bau, Ausbau und Betrieb der Bahninfrastruktur treffen die Anforderungen des Bahnverkehrs und der Schutz von Natur und Lebensräumen aufeinander. Die ÖBB-Infrastruktur setzt daher Maßnahmen zum Schutz von Tieren, Pflanzen und ihren Lebensräumen um und berücksichtigt ökologische Aspekte bei ihren Infrastrukturprojekten.

Artenschutz

Die ÖBB-Infrastruktur setzt laufend zahlreiche Maßnahmen, um den österreichischen Naturschatz zu erhalten: Böschungs­begrünungen mit regionalem Saatgut, Pflanzung alter Obstbaumsorten, Fluss­renaturierungen, Bau von Grünbrücken für Wildtiere, Montage von Schutzkappen für Vögel an Stromleitungen, Schaffung von weiträumigen, ökologischen Ausgleichsflächen u.v.m. Oft reichen aber auch schon kleine Naturinseln, um Bienen, Schmetterlingen, Käfern oder Vögeln einen Platz zum Leben zu bieten. Der Mut zur „Gstetten“ zahlt sich für die Natur also aus – wir müssen es nur tun.

Biene auf einer Margarite
Hochwasserschutz Achau, breitblättrige Rohrkolbe

Biologische Vielfalt

Biologische Vielfalt, auch Biodiversität genannt, umfasst Vielfalt der Arten von Lebewesen sowie deren Genpool und Lebensräume. Sie ist eine unserer wesentlichsten Lebensgrundlagen und hat Auswirkungen auf viele Bereiche wie Ernährung, Rohstoffversorgung, Gesundheit und Sicherheit vor Naturkatastrophen. Die ÖBB-Infrastruktur setzt sich bereits seit langem für den Schutz seltener Pflanzen und Tiere ein. Bahnböschungen, Biotope, die im Zuge von Neubauvorhaben angelegt wurden, etc. sind wichtige Lebensräume und Rückzugsgebiete für viele Arten. Hier finden Blaukehlchen, Speierling, Biber und Co ein Zuhause und Futter.

Wichtige Lebensräume

Unsere Flächen entlang der Eisenbahn sind wichtige Lebensräume und Rückzugsgebiete für viele Pflanzen und Tiere. Wir bewirtschaften 3.400 Hektar Schutzwald, pflegen Bahndämme und Felsflächen und setzen Maßnahmen für den Erhalt der biologischen Vielfalt.

Ökowaldinseln der ÖBB
Kuh direkt vor der Kamera

Beweidung mit Ziegen und Kühen

Zur Pflege von Grünflächen sind für uns auch vierbeinige Helfer im Einsatz. Kühe und Ziegen lieben unsere Grünflächen. Das hilft gegen die Verholzung und eingeschleppte, nicht heimische Pflanzen – sogenannte Neophyten. Sie können Bahnanlagen beschädigen oder Entwässerungsanlagen verstopfen. In verschiedenen Beweidungsprojekten, teilweise mit wissenschaftlicher Begleitung, zeigt sich die positive Wirkung. Unerwünschte Pflanzen werden eingedämmt, eine geschlossene, vielfältige Gras- und Kräuterdecke entsteht.

Naturgefahrenmanagement

Für die hohen Sicherheitsansprüche der Bahn betrachten wir unsere Umwelt besonders sorgfältig. In einem Gebirgsland wie Österreich mit 5.000 Wildbächen und 3.700 bekannten Lawinenstrichen führen Bahnlinien durch zahlreiche, von Naturgefahren betroffene, Gebiete. Vitale und stabile Waldbestände, Lawinen- und Wildbachverbauungen schützen unsere Bahninfrastruktur gegen Überschwemmungen, Muren und Lawinen.

Lawinenverbauung