Digitaler Zwilling Infrastruktur

Mit der Modellierung und Vernetzung digitaler Zwillinge von Infrastruktur und Fahrzeugen wollen wir Kapazitäten und Produktivität steigern, Kosten senken und für noch mehr Sicherheit, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit sorgen.

Visualisierung einer digitalen Infrastuktur mit Gleisen

Zukunftsfähige Mobilität und Logistik

Themenfeld der ÖBB-Infrastruktur ist die Entwicklung eines digitalen Zwillings der Infrastruktur. Gemeinsam mit Industrie und Wissenschaft arbeiten wir dazu an Grundlagen für eine effiziente Instandhaltung und einen automatisierten Betrieb für zukunftsfähige Mobilitäts- und Logistikangebote.

  • Transkript des Videos zum Nachlesen

    TRACK FWD - Digitaler Zwilling
    Filmaufnahmen, Animationen, Musik im Hintergrund, Textinserts

    Wenn wir von Digitalisierung sprechen, dann sprechen wir auch vom digitalen Zwilling.

    Ein digitaler Zwilling ist die digitale Abbildung des gesamten Bahnsystems mit dem Schienennetz, allen Anlagen, Zügen und Daten, die die reale mit der virtuellen Welt live verknüpft. Wir nennen das Internet of Trains. Dadurch ergeben sich grenzenlose Möglichkeiten. Zum Beispiel, verkürzte Streckensperren durch digitale Vorarbeit. Oder optimierte Fahrpläne, die zuerst im digitalen Zwilling simuliert werden. Und auch der Bahnbetrieb verändert sich. Das bestehende Bahnnetz wird besser und effizienter genutzt – durch dichtere Intervalle sind mehr Züge unterwegs. Predictive Maintenance hilft uns, Anlagen und Züge effizienter zu warten. Denn der Digitale Zwilling kann die Abnutzung von Schienen und Anlagen präzise voraussagen. So können die richtigen Maßnahmen immer zur richtigen Zeit gesetzt werden. Vom Bahnhof bis zur letzten Schraube, vom Fahrplan bis zur Baustellensimulation:

    Willkommen im digitalen Zeitalter und bei einer noch besseren ÖBB.
    Heute. Für Morgen. Für Uns.

Modellierung der Bahninfrastruktur

Ein konkreter Baustein ist die 3D-Aufnahme der Bestandsstrecken mit Laserscan und 3D-Fotomaterial für eine 3D-Modellierung der Komponenten. Die Ergebnisse werden mit GIS-Koordinaten und Objektinformationen verschiedener Fachsichten verknüpft. Erster Testbereich ist die Strecke Bruck/Mur–Graz.

Simulation von Lebenszyklen

Auf Grundlage dieser Daten werden digitale Modelle entwickelt, die aktuelle und zukünftige Betriebs- und Belastungsszenarien widerspiegeln. Erste Simulationen im Bereich der Fahrzeug-Fahrbahn-Interaktion zur dynamischen Veränderung durch Achslasten und ableitbaren Abnützungswerten finden bereits statt. Damit können künftig Aussagen über die Restlebensdauer von Gleisen oder Weichen getroffen und vorausschauende Instandhaltungsmodelle entwickelt werden.

Zukunft: autonomes Fahren

Die digitale Abbildung wird auch für autonomes Fahren entwickelt. Eine intelligente Infrastruktur kommuniziert mit Fahrzeugen und steuert den Verkehr. Aktuelle Zustandsdaten über Sensoriken oder berührungslose Messmethoden auf Fahrzeugen mit intelligenten Auswertungsverfahren unterstützen die Betriebsführung. Fehlerdiagnose und Fernwartung in Echtzeit oder Vorschläge für den Betriebsdienst mit aktuellen Infrastruktur- und Fahrzeugzuständen sollen den Bahnverkehr für die Zukunft fit machen. Auch virtuelle Schulungen oder Simulationen zum Energieverbrauch sind mit digitalen Modellen sehr einfach möglich.

Kontakt

Michaela Haberler-Weber

infra-nz.vertrieb@oebb.at