Projekte für die wachsende Bevölkerung der Ostregion
Die Ostregion (Wien, östliches Niederösterreich, Nordburgenland) wächst stark – stärker als jede andere Region in Österreich. Immer mehr Menschen leben hier und pendeln täglich zur Arbeit. Um mit diesem Wachstum Schritt zu halten, braucht es ein attraktives und leistungsfähiges Bahnangebot – heute und in Zukunft.
Deshalb investiert die ÖBB-Infrastruktur AG in den nächsten Jahren über 7 Milliarden Euro in den Ausbau der Bahn im Osten Österreichs.
Das bringt spürbare Verbesserungen: mehr Züge, bessere Verbindungen und höhere Pünktlichkeit – in, nach und rund um Wien. Weniger Instandsetzungsarbeiten in der Zukunft und eine verbesserte Straßeninfrastruktur mit beispielsweise größeren Durchlässen sorgen dafür, dass alle Verkehrsteilnehmer:innen profitieren.
Viele dieser Investitionen sind Bestandteil des Wiener Vertrags bzw. des 2. Wiener Schieneninfrastukturpakets. Darin haben das Land Wien, die ÖBB-Infrastruktur AG und der Bund gemeinsam Ziele festgelegt, um das Bahnangebot in und um Wien in den nächsten Jahren nachhaltig zu stärken:
Fokus Wien Südwest
Mehrere geplante Projekte konzentrieren sich auf den südwestlichen Bereich Wiens bzw. haben Auswirkungen auf diesen. Da die Bahn ein komplexes System ist und mehrere Vorhaben gleichzeitig umgesetzt werden, beeinflussen sich diese gegenseitig und auch den laufenden Bahnbetrieb.
Konkret werden in den nächsten Jahren folgende Projekte im südwestlichen Bereich von Wien umgesetzt:
- Attraktivierung der Verbindungsbahn mit einer modernisierten und 2 neuen Haltestellen sowie der Auflassung aller Eisenbahnkreuzungen im 13. Bezirk
- Errichtung einer neuen Bahnsteigüberdachung am Westbahnhof und Neubau eines elektronischen Stellwerks
- Viergleisiger Ausbau der Südstrecke Wien Meidling – Mödling
- Attraktivierung Bahnhof Hütteldorf und Zweigleisigkeit S45 Penzing – Hütteldorf inkl. neuer Haltestelle Wien Baumgarten
Ihre Vorteile
Die Umsetzung dieser Projekte bedeutet einen bedeutenden Fortschritt für das Bahnangebot in der Bundeshauptstadt:
- Insgesamt fünf neue Haltestellen bieten tausenden Menschen einen einfachen Zugang zur S-Bahn.
- Mehr Züge auf der S45, S50 und S80 sowie auf der Südstrecke bis Mödling bedeuten mehr Komfort und stärken die Bahn als Verkehrsmittel der Wahl für Reisende und Pendler:innen.
- Die modernisierten Bahnhöfe Wien Westbahnhof und Wien Hütteldorf sowie die modernisierte Haltestelle Wien Speising bieten ein deutliches Plus an Attraktivität und Komfort.
- Der geplante 2-Linien S-Bahn-Ring aus S45 und S80 schafft völlig neue Möglichkeiten für den öffentlichen Verkehr in der ganzen Stadt.
- Modernisierte und vergrößerte Durchlässe unter Eisenbahnbrücken erhöhen Komfort und Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer:innen.
Bauen und Fahren optimal abgestimmt
Damit all diese Projekte und der Zugbetrieb bestmöglich zusammenspielen, wurde der Umsetzungsplan Wien Südwest entwickelt. Diese Koordinationsstrategie orientiert sich schon von der Planung bis zum Bau an den heutigen und zukünftigen Mobilitätsbedürfnissen der Menschen – sowohl im Bahn- als auch im Straßenverkehr, wo beispielsweise Durchlässe vergrößert werden. Er sorgt dafür, dass wichtige Modernisierungs- und Ausbauprojekte gut aufeinander abgestimmt sind. So können die Arbeiten effizient umgesetzt werden – und die Züge fahren auch während der Bauzeit möglichst zuverlässig weiter.
Dabei spielen auch Hintergrundprozesse eine wichtige Rolle, die für die Fahrgäste oft nicht auf den ersten Blick wahrnehmbar sind: Reinigung, Wartung und Service werden so koordiniert, dass die Züge während der Bauphasen weiterhin sicher, sauber und pünktlich unterwegs sind.
Der Umsetzungsplan ist ein wichtiger Schritt für die zukunftssichere und klimafreundliche Mobilität in der Ostregion. Ziel ist es, das Bahnnetz fit für die nächsten 100 Jahre zu machen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass die Menschen auch während der Bauarbeiten gut an ihr Ziel kommen.
Das bedeutet für Sie: mehr Verbindungen, verlässlichere Züge und eine echte Alternative zum Auto – während der Bauzeit und danach.