Vogelperspektive von Bahnhof Ollersbach

Ollersbach–Kirchstetten–Böheimkirchen

Der Modernisierungsschub entlang der alten Weststrecke geht weiter und macht in den kommenden Jahren im Raum Ollersbach, Kirchstetten und Böheimkirchen halt.

Nachdem der Bahnhof Kirchstetten in den Jahren 2019 – 2021 weitgehend modernisiert und komplett barrierefrei umgebaut wurde, folgen jetzt die abschließenden technischen Neuerungen für einen modernen Bahnbetrieb. Auch Ollersbach und Böheimkirchen werden fit für die Zukunft. Um die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer:innen weiter zu erhöhen werden in Summe vier Eisenbahnkreuzungen aufgelassen und durch Unter- oder Überführungen bzw. Begleitwege ersetzt. Denn die sicherste Eisenbahnkreuzung ist jene, die es nicht gibt.

Ollersbach

Der Bahnhof Ollersbach erhält zwei neue, 220 Meter lange Randbahnsteige, ein zeitgemäßes Erscheinungsbild und wird vollständig barrierefrei. Die Eisenbahnkreuzung im Bereich des Bahnhofs wird aufgelassen und durch einen Personendurchgang mit Rampen und Stiegen auf beiden Seiten ersetzt. Eine Park&Ride- sowie eine Bike&Ride-Anlage ergänzen das neue Erscheinungsbild. Ebenfalls aufge- lassen wird die landwirtschaftlich genutzte Eisenbahnkreuzung am Ende der Lustkandlstraße. Als Ersatz für beide Bahnübergänge wird eine neue Straßenüberführung für die Landesstraße L2018 (Bahnstraße) gebaut. Für Fußgänger:innen steht der neue Personendurchgang im Bahnhofsbereich zur Querung der Bahn zur Verfügung.

Kirchstetten

In Kirchstetten werden die technischen Anlagen so umgerüstet, dass die Steuerung der Weichen und Signale nicht mehr vor Ort, sondern in der Betriebsführungszentrale passiert. Das stark renovierungsbedürftige, in die Jahre gekommene Bahnhofsgebäude ist dann für den Bahnbetrieb nicht mehr erforderlich und wird abgetragen. In den dadurch entsiegelten Bereichen werden aus heutiger Sicht Grünflächen entstehen. Der Ein- und Ausfahrtsbereich der Park&Ride-Anlage wird an die neuen Platzverhältnisse angepasst. Das bereits bestehende Güterzugüberholgleis wird für eine optimale Abwicklung des Bahnbetriebs verlängert. Darüber hinaus wird die Eisenbahnkreuzung in Sichelbach aufgelassen. Der Begleitweg entlang der Bahn nach Lanzendorf wird so adaptiert, dass er als Ersatz genutzt werden kann.

Böheimkirchen

Der Bahnhof Böheimkirchen wird bahnbetrieblich auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Im Bahnhofsbereich ist der Rückbau der derzeit bestehenden vier Gleise und zwei Gleisstutzen auf zwei Gleise geplant. Damit sind sämtliche Weichenverbindungen hier nicht mehr notwendig. Es werden zwei neue, ebenfalls 220 Meter lange Randbahnsteige gebaut, welche barrierefrei über die bereits 2021 errichtete Liftanlagen bzw. über Stiegen erreichbar sind. Im Bahnhofsgebäude wird ein zeitgemäßer Wartebereich und eine barrierefreie WC-Anlage entstehen. Für die optimale Abwicklung des Bahnbetriebs wird im Streckenbereich entlang des Industriegebiets Böheimkirchen eine sogenannte Überleitstelle errichtet, die den Zügen ein Wechseln der Gleise ermöglicht. Darüber hinaus wird die Eisenbahnkreuzung mit der Landesstraße L5093 (Hochfeldstraße) aufgelassen und durch eine Straßenunterführung samt Geh- und Radweg ersetzt.