Rund um den Bau

Die Arbeiten zum Ausbau der Nordbahn zwischen Wien Süßenbrunn und der Staatsgrenze zur Republik Tschechien bei Bernhardsthal laufen seit dem Jahr 2022. Rund 66 Kilometer Strecke sollen größtenteils bei laufendem Bahnbetrieb modernisiert werden.

Foto Zweigleisiger Schienenstrang

Der Ausbau der Baltisch-Adriatischen Achse zwischen Danzig und Bologna und somit auch der Ausbau der Nordbahn ist ein erklärtes Ziel der EU. 14 europäische Regionen haben 2009 eine Deklaration zur schnellen Umsetzung unterzeichnet, um damit den freien Waren- und Personenverkehr noch effizienter zu machen.

Auf Grund der Größe des Projektgebiets ist der Planungsaufwand enorm. Das Projektgebiet des Nordbahnausbaus teilt sich in einen Südabschnitt (Wien Süßenbrunn bis Gänserndorf) sowie einen Nordabschnitt (Gänserndorf bis Bernhardsthal). Davon entfallen rund 21 Kilometer auf den Südabschnitt. Seit dem Jahr 2018 stehen wir im laufenden Dialog mit den betroffenen Standortgemeinden und dem Land Niederösterreich. In zahlreichen Gesprächen mit Bürgermeister:innen und Gemeindevertreter:innen haben sich unterschiedliche Bedürfnisse und Anregungen zum Ausbau der Nordbahn ergeben, welche wir aufgenommen und evaluiert haben. Soweit möglich, wurden diese in der technischen Planung berücksichtigt.

Die Planung umfasst neben der Trassierung der Bahnstrecke und den wasserbaulichen Entwässerungsanlagen auch die Adaptierung von Landes- und Gemeindestraßenanbindungen. Unterführungen und Brücken ersetzen künftig Eisenbahnkreuzungen, Lärmschutzwände schützen Siedlungsgebiete.

Nach einer erfolgreichen Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für den Südabschnitt konnten die Arbeiten dort 2022 starten.

Daten & Fakten

  • Baubeginn

    2022

  • Strecke

    Wien Süßenbrunn–Bernhardsthal

  • Streckenlänge

    66 Kilometer

  • Projektgebiet

    Abschnitt Süd (Wien-Süßenbrunn bis Gänserndorf)
    Abschnitt Nord (Gänserndorf bis Bernhardsthal)

Textinsert: Streckenkarte der Nordbahn - Fokus Teilabschnitte

Welche Maßnahmen sind für die einzelnen Teilabschnitte geplant?

Im Südabschnitt wurden neben den genannten Arbeiten an den Bahnanlagen viele weitere Maßnahmen umgesetzt. Der Bahnhof Wien Süßenbrunn sowie die Haltestellen Helmahof und Silberwald wurden bereits barrierefrei gestaltet und auf den modernsten Stand gebracht. Der Bahnhof Deutsch-Wagram wurde modernisiert und die Brücke der Bockfließerstraße neu errichtet. Zudem arbeiten wir laufend an der Auflassung von Eisenbahnkreuzungen. Diese werden teils durch Straßenüberführungen bzw. -unterführungen ersetzt.

Im Rahmen des Ausbaus werden auch im Nordabschnitt die Bahnhöfe und Haltestellen modernisiert. Maßnahmen wie die barrierefreie Neugestaltung oder die Einrichtung von Wegeleitsystemen und Reisenden-Informationssystemen sorgen für ein attraktives Angebot. Bestehende Eisenbahnkreuzungen werden, wie auch im Südabschnitt, aufgelassen. Passende Ersatzmaßnahmen werden im Einvernehmen mit dem Land Niederösterreich und den Gemeinden festgelegt. Auch im Abschnitt Nord wird der Tier- und Umweltschutz im Rahmen des Ausbaus umfassend berücksichtigt. Ein Beispiel dafür stellt die geplante Wildbrücke dar, um der Barrierewirkung der Bahnstrecke für die internationale Wildtierpassage (Alpen-Karpaten-Korridor) entgegenzuwirken.