Telematics TSI im Betrieb

Die Telematics TSI sorgt im laufenden Betrieb für einen einheitlichen und digitalen Informationsaustausch zwischen Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) und Infrastrukturmanagern (IM) wie der ÖBB-Infrastruktur AG. 

Monitore mit Fahrplandarstellung

Zugvorbereitung und Änderungen im Betrieb

Ziel ist es, aktuelle Betriebsinformationen standardisiert und möglichst automatisiert zwischen den beteiligten Unternehmen auszutauschen. Damit wird die digitale Prozesskette von der Trassenplanung bis zur tatsächlichen Durchführung der Zugfahrt fortgeführt. Bereits vor der Abfahrt können betriebsrelevante Informationen zur Zugzusammensetzung und zur Abfahrbereitschaft eines Zuges elektronisch ausgetauscht werden. Auch Änderungen während des laufenden Betriebs werden durch standardisierte Prozesse unterstützt. Ändert sich beispielsweise die geplante Trasse oder kann ein Zug seinen vorgesehenen Laufweg nicht wie geplant nutzen, können die betroffenen Partner strukturiert darüber informiert werden.
 

Aktuelle Informationen zum Zuglauf

Während der Zugfahrt werden aktuelle Informationen zum tatsächlichen Betriebsablauf übermittelt. Dazu zählen insbesondere:

  • Tatsächliche Ankunfts- und Abfahrtszeiten (TrainRunningInformationMessage)
  • Prognosen für den weiteren Zuglauf  (TrainRunningForecastMessage)
  • Verspätungen und deren Ursachen  (TrainDelayCauseMessage)
  • Informationen zu Betriebsunterbrechungen  (TrainRunningInterruptionMessage)

Auf diese Weise können Abweichungen vom geplanten Fahrplan frühzeitig erkannt und von den beteiligten Systemen weiterverarbeitet werden. Gerade im grenzüberschreitenden Verkehr schafft die standardisierte Kommunikation eine gemeinsame Informationsbasis.
 

Standardisierte Schnittstellen im Betrieb

Die Kommunikation basiert auf europaweit einheitlichen Datenmodellen, Nachrichtenformaten und technischen Schnittstellen. Dadurch können Informationen automatisiert verarbeitet und zwischen unterschiedlichen IT-Systemen ausgetauscht werden. Die Kommunikation der Nachrichten erfolgt über das Common Interface oder entsprechende GUIs.  Für EVU und andere Marktteilnehmer bedeutet dies weniger individuelle Schnittstellen, klarere Abläufe und eine verbesserte Zusammenarbeit mit Infrastrukturbetreibern im nationalen und internationalen Verkehr.

Ihre Vorteile

    • Aktuelle und standardisierte Informationen zum Zuglauf
    • Frühzeitige Information über Abweichungen und Verspätungen
    • Transparente Kommunikation bei Störungen und Änderungen
    • Weniger manueller Abstimmungsaufwand
    • Bessere internationale Zusammenarbeit
    • Durchgängige digitale Prozesskette von der Planung bis zum Betrieb