Achtung Eisenbahnkreuzung

Die ÖBB setzen zahlreiche Maßnahmen für mehr Sicherheit an Eisenbahnkreuzungen. Die Unfallzahlen gehen stetig zurück – aber jeder Unfall ist einer zu viel.

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    Was passiert, wenn ein Zug mit einem Auto zusammenstößt, reine Filmaufnahmen

    Ein Personenkraftfahrzeug steht auf einem Bahnübergang. Ein Zug rammt das Auto. Das Triebfahrzeug schiebt das Auto meterlang vor sich her. Das Personenkraftfahrzeug ist vollkommen zerstört.

Im Netz der ÖBB gibt es 3.143 Eisenbahnkreuzungen. Für noch mehr Sicherheit und damit es erst gar nicht zu einer Gefahrensituation für Straßenverkehrsteilnehmer kommen kann,

  • verfolgen wir konsequent das Ziel, diese Anzahl weiter zu reduzieren,
  • investieren wir in Unter- oder Überführungen sowie in Lichtzeichenanlagen mit und ohne Schranken und
  • setzen wir auf Kooperationen, Kampagnen und Bewusstseinsbildung für das richtige Verhalten.

Die häufigsten Unfallursachen sind Unachtsamkeit und Ablenkung der Straßenverkehrsteilnehmer. Auch Gewohnheit macht blind: Gerade ortsansässige Personen, die täglich Eisenbahnkreuzungen queren, sind besonders gefährdet. Änderungen im Fahrplan oder zusätzliche Güterzüge können fatale Folgen haben.

Was tun, wenn man vom Schranken eingesperrt wird?

Halten Autofahrer die Straßenverkehrsregeln ein, kann es auch an mit Schranken gesicherten Kreuzungen zu keinen gefährlichen Situationen kommen. Sollten Autolenker aber dennoch vom Schranken eingesperrt werden, hilft nur noch Gas geben. Die Schrankenbäume sind so konstruiert, dass ein Durchbrechen möglich ist. Manchmal kann das Auto den Schranken auch einfach hochdrücken. Nach dem Durchfahren des Schrankens muss der Schaden an diesem der Polizei und der Kfz-Versicherung gemeldet werden.

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    Sicheres Verhalten an Eisenbahnkreuzungen, Filmaufnahmen, Interviews

    Ein Auto steht zwischen zwei geschlossenen Schrankenbäumen. Von der rechten Seite nähert sich ein Zug. Der Autolenker durchbricht mit seinem Personenkraftwagen den geschlossenen Schrankenbaum und entkommt der Gefahr.

    Interview Franz Seiser, Vorstandsmitglied: Zum einen ist schon vieles schief gelaufen, wenn man zwischen zwei Schranken eingeschlossen wird. Keine Eisenbahnkreuzung kommt überraschend, es gibt Verkehrszeichen, es gibt ein Andreaskreuz, einen Schranken und man sollte natürlich auch vorausschauend fahren. Wenn man einmal zwischen zwei Schranken eingeschlossen ist, gibt es nur eines, nämlich durch den Schranken durchzufahren. Der Schranken gibt nach, bricht und es entstehen nur geringe Beschädigungen am Fahrzeug.

    Interview Martin Lauter, Sicherungstechniker: Die Schrankenbäume sind aus verformbarem Material, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen. Typische Materialien sind Aluminium und glasfaserverstärkter Kunststoff. Daher besteht auch kein Zweifel, dass der Schrankenbaum brechen wird.

    Interview Martin Hoffer, Leiter Rechtsdienste ÖAMTC: Man sollte sich keine Sorgen um die Kosten eines kaputten Schrankens machen, denn die Kosten werden von der Haftpflichtversicherung gedeckt. Das heißt, dass man schlimmsten Falls in den "Malus" kommt. Der Schaden steht in keiner Relation zu dem Schaden den man hätte, wenn man nicht richtig reagiert hätte.

    Ein Zug, in voller Fahrt, rammt ein Personenkraftfahrzeug. Das Auto wird mehrere hundert Meter mitgeschleift.

Selbsttest – Wie verhalte ich mir richtig bei Eisenbahnkreuzungen?

Das Ministerium für Mobilität und ÖBB haben gemeinsam eine Online-Studie durchgeführt. Die aus einem Forschungsprojekt hervorgegangene Website www.ek-studie.at steht allen Interessierten zur Überprüfung der persönlichen Kompetenz in Sachen richtiges Verhalten an Eisenbahnkreuzungen zur Verfügung – einschließlich einer Auswertung der Antworten. Hier finden Sie die Studie des Forschungsprojektes.