Mediengalerie Semmering-Basistunnel

Hier sehen Sie Bilder und Videos zum Bau des Semmering-Basistunnels.

Mini-Ingenieurin Sem

Dieser Film nimmt Kinder im Volksschulalter mit auf die Reise zur Baustelle des Semmering-Basistunnels. Maskottchen Sem - ein technisch interessiertes Mädchen - geht gemeinsam mit ihren Tier-Freunden auf Entdeckertour.

  • Transkript des Videos zum Nachlesen

    ÖBB – Semmering-Basistunnel: Mini-Ingenieurin Sem
    Animation, Sprecher

    Sem: Hallo liebe Mini–Ingenieure, ich bin Sem die Tunnelbauingenieurin und das sind meine Freunde Leo Fuchs, Liv Hase, Mia Regenwurm und Fritz der Bär. Komm, setz den Bauhelm auf und erkunde mit uns gemeinsam die Tunnelbaustelle Semmering-Basistunnel. Los geht's, Yippi!

    Sem:Da tut sich einiges im Semmeringgebiet, es lädt zum Radfahren und Wandern ein.
    Minis: Aber moment mal, da sieht man ja gar nichts vom Semmering-Basistunnel.
    Sem: Genau, denn gearbeitet wird tief unter dem Berg.
    Minis: Aber schaut mal, da drüben, seht ihr Sie auch, die Semmeringbahn.
    Sem: Die Semmeringbahn, sie schlängelt sich durch die steilen Felswände hindurch, überquert Viadukte und ist bereits über 150 Jahre alt. Viele schwere Züge bezwingen heute die steile Bergstrecke und das geht nicht besonders schnell. Also muss der Semmering-Basistunnel her, damit er die Bergstrecke entlastet. Wollt ihr wissen wie so ein Tunnel gebaut wird?
    Minis: JAAA!
    Sem: Dann kommt mit und entdeckt mit uns welche aufregenden Dinge auf der Baustelle passieren. Wow, da ist aber schon etwas los auf der Tunnelbaustelle in Gloggnitz, da wird schon fleißig gegraben und gebaggert.
    Minis: Wie kommt der Tunnel in den Berg?
    Sem: Der Bau des Bahntunnels ist eine technische Meisterleistung. Schaut mal da, zwei riesengroße Kräne.
    Minis: Wow, sind die gigantisch.
    Sem: Von diesen Kränen graben sich die Arbeiter, Stück für Stück, 400 Meter von oben nach unten in den Berg, um später den eigentlichen Tunnel bauen zu können. Um das zu schaffen braucht es ganz viele Hände. Rund 4000 Personen sind mit dem Bau des Bahntunnels beschäftigt, unter ihnen sind viele Mineure.
    Minis: Mineure, Sem, wer oder was ist das?
    Sem: Mineure sind Arbeiter, die tief im Berg arbeiten und den Tunnel graben. Doch nicht nur Menschen graben den Tunnel. Dazu braucht man auch große Maschinen. Maschinen und Arbeiter werden über Zugänge, den sogenannten Schächten, in das Innere des Berges gebracht. Tief im Berg graben sich dann Bagger durch den Felsen. Fels der zu hart ist, wird gesprengt. Damit der Tunnel nicht einstürzt, wird er mit Beton ausgespritzt und mit riesigen Schrauben gesichert. Diese Schrauben heißen Anker. Das geht alles langsam vor sich und dauert seine Zeit. Aber wisst ihr, es gibt auch Fels da kann der Tunnel schneller gegraben werden. Das ist spannend. Mit einem Tunnelbohrer kann man schneller durch den Felsen graben. Tunnelbohrer sind richtige Megabohrer, sie sind 120 Meter lang. Dagegen sind wir winzig.
    Minis: Wie kommt der Tunnelbohrer in den Berg?
    Sem: Stück für Stück wird der Tunnelbohrer von oben über die Zugänge nach unten gebracht. Erst tief im Berg wird die Maschine zusammengebaut. Dann bohrt sich der Tunnelbohrer durch den Felsen. Jetzt wisst ihr wie der Bahntunnel gebaut wird. Der Bahntunnel wird mit Sprengungen, Baggereinheiten und dem Tunnelbohrer gebaut. Genau so, werden sechs Kubikmeter Fels aus dem Berg geholt. Das ist etwa so viel wie zwei Cheops-Pyramiden. So ein Tunnelbau ist ganz schön aufregend, aber jetzt geht raus in die Natur. Begleitet mich und wandert mit mir durch das Semmeringgebiet, denn hier gibt es einiges zu sehen. Hier leben viele Tiere und dass es auch so bleibt, haben Ökologen alle Tiere in der Region ganz genau unter die Lupe genommen. Das machen wir jetzt auch. Seht ihr das auch, eine Heuschrecke auch bekannt als der Warzenbeißer. Im Baum sitzt auch ein Vogel, das ist ein Rotkehlchen. Kommt weiter zum Teich, vielleicht sehen wir eine Erdkröte. Das war heute ein schöner sonniger Tag am Semmering.
    Sem: Heute wird noch fleißig gegraben und gebaggert. Wenn der Tunnel dann fertig ist, können Züge mit bis zu 230 km/h durch die zwei Röhren flitzen. Und dann reist ihr ganz geschwind.
    So liebe Mini-Ingenieure, das war unsere Entdeckungsreise der Tunnelbaustelle Semmering-Basistunnel. Hattet ihr auch so viel Freude beim Erkunden der Baustelle?
    Minis: JAAA!
    Sem: Ich freue mich schon auf unsere nächsten Abenteuer auf der Tunnelbaustelle. Eure Sem

Barbarafeier

Die Heilige Barbara ist die Schutzpatronin der Bergleute und Tunnelbauer. Alljährlich am 4. Dezember wird ihr mit einem traditionellen Fest gedacht, um Schutz für die Arbeiten untertage zu erbitten.

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    Barbarafeier Semmering-Basistunnel
    Filmaufnahmen, mehrere Sprecher

    Sprecher: Ich bin der Brunnegger Stefan, ich bin hier als Techniker für die Baufirma tätig. Die heilige Barbara ist der Schutzpatron der Bergleute, in diesem Fall der Tunnelbauer. Dieser Tag wird auf allen Baustellen der Welt gebührend gefeiert. Alle Vortriebsarten wurden, für diese Feier, stillgelegt. Die einzigen Arbeiten sind die Vorbereitungsarbeiten.

    Sprecherin 2: Wir sind drei Wirten aus Neunkirchen. Das war schon ein tolles Gefühl mit dem Personenaufzug zu fahren. Mit diesem Zug fährt man 400 Meter in die Tiefe. Wenn man das erste Mal den Tunnel betritt hat man das Gefühl als wäre man in der Unterwelt.

    Sprecher 3: Bevor man einen Tunnel betritt, verbeugt man sich vor der heiligen Barbara. Ich speziell mache immer ein kleines Kreuzzeichen, so dass man immer daran denkt und einen Beschützer auf seiner Seite hat.

    Sprecher 4: Es findet dann der Barbara Gottesdienst statt, wo Mineure und Tunnelwerk gesegnet werden.

    Priester: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, Amen.

    Sprecher 5: Der Kumpel schuftet unter Tage, stolz und ehrlich keine Frage, doch der Weg durch den Berg ist schwer. Das weiß ein jeder Mineur. Glück auf.

    Sprecher 4: Im Anschluss daran, beginnen die Feierlichkeiten und das kann mitunter schon länger dauern. Schlussendlich muss wieder zusammengeräumt werden, weil morgen ist wieder ein Arbeitstag und wir müssen wieder die nächsten 364 Tage arbeiten, dass wir den Tunnel zu Ende bekommen.

Erklärvideo Geologie

Im Tunnelbau gibt der Berg die Rahmenbedingungen vor. Mit diesem Erklärvideo möchten wir die technische Komplexität des Projekts vermitteln. Das Video erklärt auch, warum trotz aller Fachexpertise und Erkundungen im Vortrieb Unvorhergesehenes auftreten kann.

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    ÖBB – Semmering-Basistunnel: Komplexe Geologie
    Animation, Sprecher im Hintergrund

    Textinsert: Der Semmering
    Der Semmering, hier trifft nicht nur Niederösterreich auf die Steiermark, hier treffen auch unterschiedlichste Gesteinsarten aufeinander. Das ist für den Bau des Semmering-Basistunnels eine enorme Herausforderung.
    Textinsert: Niederösterreich, Steiermark
    Textinsert: Semmering-Basistunnel: Gloggnitz – Mürzzuschlag
    Um den optimalen Tunnelverlauf zu finden, gab es vor Baubeginn rund 280 Erkundungsbohrungen. Im Verhältnis zur Gesamtfläche sind das aber nur Nadelstiche.
    Textinsert: 280 Erkundungsbohrungen
    Textinsert: Störungszone: Gloggnitz – Göstritz
    Dabei stieß man auch auf eine Störungszone zwischen Gloggnitz und Göstritz. Sie bietet alles auf was den Tunnelbau schwierig macht. Poröse, blättrige oder deformierte Gesteinsarten sorgen hier für hohe Instabilität. Zudem können diese Schichten besonders viel Wasser aufnehmen. Rechnet man mit Wasser, können Betoninjektionen den Wassereintritt reduzieren. Stößt man unerwartet auf größere Wasserbereiche, befördern leistungsstarke Hochleistungspumpen bis 300 Liter Wasser pro Sekunde aus dem Tunnel bis die Baustelle wieder trocken ist.
    Textinsert: Diverse Gesteinsarten
    Textinsert: Wassereinlagerungen
    Textinsert: Betoninjektionen
    Textinsert: Pumpen pumpen bis zu 300 Liter/Sek.
    Textinsert: Kritische Geologie
    Bei kritischer Geologie kann das Gestein zunächst mit Baggern und Sprengungen ausgebrochen und dann mit mehr Ankern, Stahlgittern und Spritzbeton gesichert werden. Der Semmering bietet komplexeste Bedingungen für den Tunnelbau. Takt und Werkzeug geben hier die Natur vor, wir folgen ihr.
    Textinsert: Bagger, Sprengungen
    Textinsert: Anker, Stahlgitter, Spritzbeton
    Textinsert: Der Semmering

Baustart Bahnhof Mürzzuschlag

Der offizielle Startschuss für den Bau des Westportals des Semmering-Basistunnels sowie den Umbau des Bahnhofs Mürzzuschlag ist gefallen. 100 Prozent aller Abschnitt sind damit in Bau. Kunden profitieren künftig von einem modernen, zeitgemäßen Bahnhof und kürzeren Fahrzeiten.

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    Semmering-Basistunnel: Baustart Bahnhof Mürzzuschlag
    Filmaufnahmen, mehrere Sprecher

    Johann Nothnagl kauft sich ein Zugticket.
    Johann Nothnagl: Der Semmering – Basistunnel bringt mir eine Zeitersparnis ein wenn ich nach Wien fahre. Ich habe eine Enkeltochter die in Wien wohnt. Wenn ich sie besuchen fahre erspare ich mir eine Stunde. Das ist schon ganz schön viel.

    Andrea Dirnbauer erreicht mit dem Taxi den Bahnhof.
    Andrea Dirnbauer: Nachdem ich jetzt schon die Anbindung der ÖBB an beide Flughäfen, Graz und Wien, sehr schätze, freue ich mich in Zukunft noch schneller am Flughafen Wien zu sein. Somit komme ich aus der Provinz genauso schnell zum Flughafen wie jemand der aus dem Norden von Wien anreist.

    Jan Van Eisinger besucht das Bahnhofsmuseum.
    Jan Van Eisinger: Durch das neue Busterminal wird es viel angenehmer zwischen Bus und Zug zu wechseln. Man muss nicht mehr so lange durch den Regen gehen oder, wenn man schweres Gepäck mit hat ist es einfach leichter.

    Wolfgang Rodler erreicht mit dem Zug den Bahnhof und begibt sich zu seinem Auto.
    Wolfgang Rodler: Von der neuen Park & Ride Anlage erhoffe ich mir eine kompaktere Parkmöglichkeit, weil es konzentrierter ist und dadurch erhoffe ich mir einen leichteren Umstieg vom Auto auf den Zug.

    Kerstin Ogris erzählt historische Details über den Bahnhof
    Kerstin Ogris: Der Bahnhof Mürzzuschlag war in seiner Geschichte ein Bahnhof erster Klasse. Das bedeutet, dass er eine Bahnhofsrestauration hatte. Mit dem Bau des Semmeringtunnels wird er hoffentlich wieder attraktiver und ein Bahnhof erster Klasse. Das ist natürlich für unsere Besucher von großer Bedeutung aber auch für mich persönlich wäre es sehr angenehm.

    Andrea Dirnbauer, Journalistin: Mit der neuen Infrastruktur, der zentralen Lage des Bahnhofs Mürzzuschlags, kann dass eigentlich nur ein Aufschwung für die Stadt sein.
    Johann Nothnagl, Pensionist: Gegenüber vom Bahnhofsgebäude wird sicherlich für das Stadtbild einiges passieren und wir sind alle gespannt und neugierig wie es in Zukunft aussehen wird.
    Wolfgang Rodler, Angestellter: Das tut dem Bahnhof sicher gut, weil ich schon gehört habe, dass Glasfronten kommen und das Bahnhofsdach erneuert wird. Das heißt es wird sicherlich eine schöne Anlage und hoffentlich auch Spektakulär.
    Kerstin Ogris, Leiterin des Südbahnmuseums: Die historische Semmeringbahn hat vor über 160 Jahren Geschichte geschrieben und vielleicht passiert das, mit dem Semmering-Basistunnel, jetzt auch wieder.
    Jan Van Eisinger, Student: Ich glaube jeder Wiener und jeder Grazer der die Chance nicht sieht innerhalb von einer Stunde bei seinem Arbeitsplatz zu sein und doch so eine wundervolle Landschaft und eine tolle Gemeinschaft zu haben, verpasst auf jeden Fall etwas.

Riesenpuzzle Bohrkopf

400 Meter unter der Erde erfolgt gerade der Zusammenbau der beiden Riesenbohrer, die schon bald beim Semmering-Basistunnel zum Einsatz kommen werden. Jeder der beiden Tunnelbohrer ist 120 Meter lang, wiegt 2 500 Tonnen und hat einen Durchmesser von zehn Meter.

Wie die einzelnen Teile der Tunnelbohrer zusammengebaut werden, hier der Bohrkopf, sehen Sie im Zeitraffer.

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    Bohrkopf
    Reine Filmaufnahmen, Zeitraffer, kein Ton

    Es werden verschiedene Teil des Bohrkopfs in den Tunnel transportiert.
    Im Tunnel wird der Bohrkopf, Stück für Stück, zusammengesetzt und funktionstüchtig gemacht.
    Viele Mechaniker arbeiten mit speziellen Maschinen, um den Bohrkopf betriebsbereit zu machen.

Stück für Stück zum Riesenbohrer

400 Meter unter der Erde erfolgt gerade der Zusammenbau der beiden Riesenbohrer, die schon bald beim Semmering-Basistunnel zum Einsatz kommen werden. Jeder der beiden Tunnelbohrer ist 120 Meter lang, wiegt 2 500 Tonnen und hat einen Durchmesser von zehn Meter.

Wie sie Stück für Stück zusammengebaut werden, sehen Sie im Zeitraffer.

  • Transkript des Videos zum Nachlesen

    Tunnelbohrmaschine
    Reine Filmaufnahmen, Zeitraffer, kein Ton

    Die Tunnelbohrmaschine wird Stück für Stück zusammengebaut. Um die Tunnelbohrmaschine zusammenzubauen, sind viele Fachkräfte und Maschinen nötig. Der Aufbau, dieser Maschine, ist komplex und langwierig. Die diversen Arbeitsschritte erfordern höchste Konzentration.

Tunnelbohrer auf Reisen

Zwei Tunnelbohrmaschinen - eine pro Tunnelröhre - werden beim Semmering-Basistunnel schon bald zum Einsatz kommen. Dabei werden sich die Riesenbohrer vom Fröschnitzgraben (Stmk.) in 400 Meter Tiefe rund 9 Kilometer in Richtung Gloggnitz durch den Berg fressen. Doch zuvor legen sie eine 1.000 Kilometer lange Reise von Frankreich zum Semmering zurück. Wie sie das anstellen, sehen Sie links im Video.

  • Transkript des Videos zum Nachlesen

    Tunnelbohrer auf Reisen – zu Wasser und zu Lande
    Filmaufnahmen, spannende Musik, Textinserts

    Die Einzelteile, des Tunnelbohrers, werden in einer Fabrik erzeugt.
    Textinsert: Der Tunnelbohrer - 3 Monate Zusammenbau im Werk in Frankreich - Transport in Einzelteile - größtes Einzelteil: Der Hauptantrieb (70 Tonnen)

    Verschiedene Transportmittel transportieren die Teile des Tunnelbohrgeräts.
    Textinsert: Die Anreise - von Frankreich nach Österreich - 1.000 Kilometer auf dem Wasser und der Straße

    Ein Portalkran verlädt die Teile auf mehrere Lastkraftfahrzeuge.
    Textinsert: Die letzte Etappe -vom Hafen in Linz - zum Fröschnitzgraben in die Steiermark

    Die Lastkraftfahrzeuge liefern die einzelnen Bohrkopfteile an die Tunnelbohrstelle.
    Textinsert: Die Mission - Power für den Tunnelbohrer - im Semmering-Basistunnel -12.000 PS

    Die zuständigen Mitarbeiter setzen den Bohrkopf zusammen.
    Textinsert: 2.500 Tonnen schwer - 120 Meter lang - für 9 Kilometer Tunnelbau

Semmeringtunnel ‒ Schicht für Schicht durch den Berg

Der Semmering-Basistunnel zählt zu den innovativsten Tunnelprojekten in ganz Europa. Aufgrund der speziellen geologischen und hydrologischen Gegebenheiten gilt der zweiröhrige Eisenbahntunnel als technische Meisterleistung. Der Film zeigt die besonderen Herausforderungen sowie die außergewöhnlichen Lösungen auf dem Weg durch den Berg ‒ und findet spannende Vergleiche mit dem Bau der historischen Semmeringstrecke über den Berg.

  • Transkript des Videos zum Nachlesen

    Der Semmeringtunnel, Schicht für Schicht durch den Berg
    Filmaufnahmen, Sprecher im Hintergrund

    Dieses Video handelt vom Bau des Semmeringtunnels. Es werden die einzelnen Schritte des Tunnelbaus erklärt. Außerdem wird aufgezeigt welche Maßnahmen, während des Tunnelbaus, getroffen werden müssen. Der Tunnelbau am Semmering ist äußerst kompliziert, weil es viele unterschiedliche Gesteinsformen im Inneren des Berges gibt. Deshalb müssen die Tunnelbauer vorsichtig arbeiten und ständige Gesteinskontrollen durchführen. Wenn sich die Gesteinsform ändert, muss die Vortriebsmethode adaptiert werden. Die Art wie eine Tunnelwand befestigt wird, hängt auch von der Gesteinsform ab.

    In den Planungen des Semmeringtunnels spielt die Umwelt eine entscheidende Rolle. Es werden regelmäßige Kontrollen, der umliegenden Umwelt, durchgeführt. Es werden unter anderem Wasserqualitätskontrollen und Tierbestandskontrollen durchgeführt. Die Bergbauer versuchen mit Aushubmaterial neue Grünflächen zu erschaffen. Auf den neuen Grünflächen herrscht bereits ein reges Treiben einer breitgefächerten Artenvielfalt. Selbstverständlich kontrollieren Ökologinnen und Ökologen regelmäßig die Entwicklung dieser Grünflächen. Die Natur nimmt diese Grünflächen sehr gut an und es herrscht bereits eine große Artenvielfalt.

    Der Semmeringtunnel ist ein sogenanntes Jahrhundertprojekt. Die aktuelle Bahnstrecke über den Semmering wurde vor weit mehr als 100 Jahren errichtet. Sie hat unter anderem den Ersten und Zweiten Weltkrieg überstanden. Bis heute sind auf dieser Strecke bereits mehrere Hunderttausend Züge unterwegs gewesen. Der Semmeringtunnel soll ebenfalls zu solch einem Monument in der Eisenbahngeschichte Österreichs werden.

Semmering-Basistunnel Projektfilm

Der Film gibt Einblick in die technische Meisterleistung des Großprojekts Semmering-Basistunnel. Welche Heraus­­forderungen erwarten die Ingenieure? Welchen Nutzen bringt das Bahnprojekt nach seiner Fertigstellung für Kunden? Erfahren Sie mehr.

  • Transkript des Videos zum Nachlesen

    Semmering – Basistunnel Projektfilm
    Filmaufnahmen, Animation, Sprecher

    Der Semmering-Basistunnel ist eines der wichtigsten Infrastruktur-Projekte, im Herzen Europas. Der zweiröhrige Eisenbahntunnel stellt eine nachhaltige Investition in Österreichs Wirtschaft dar, mit hoher Wertschöpfung und positiven Auswirkungen auf den österreichischen Arbeitsmarkt über Jahre hinaus. Die Südstrecke ist das zentrale Verbindungsglied auf der transeuropäischen Hochleistungsstrecke, von der Ostsee an die Adria. Durch den Ausbau und die Modernisierung des Baltisch-Adriatischen Korridors über Warschau und Wien, erschließen sich für Österreich neue Märkte und Wirtschaftsräume. Gemeinsam mit dem Hauptbahnhof Wien, dem Hauptbahnhof Graz und der Koralmbahn garantiert der Semmering-Basistunnel, dass die Südstrecke attraktiv und zukunftssicher bleibt, sowohl im Güterverkehr als auch im individuellen Reiseverkehr. Der 27,3 Kilometer lange Tunnel verbindet Gloggnitz in Niederösterreich mit Mürzzuschlag in der Steiermark. Die Trasse Pfaffensattel wurde als beste, aus insgesamt 13 Varianten, ausgewählt. Dabei wurden Aspekte aus den Bereichen Verkehr und Technik, Raum und Umwelt sowie wirtschaftliche Kriterien untersucht und berücksichtigt. Zum Tunnelbauwerk zählen neben den Tunnelröhren auch architektonisch anspruchsvoll gestaltete Portalbauten in Gloggnitz und Mürzzuschlag, die Zwischenangriffe Göstritz, Fröschnitzgraben und Grautschenhof die in der Bauphase eine wesentliche Rolle spielen. Die Deponie Longsgraben dient, mit einem Volumen von 4,25 Millionen Kubikmeter, zur Ablagerung des Aushubmaterials. Es werden temporäre Straßen zur Erschließung der Baustellen und zur Entlastung des öffentlichen Verkehrs während der Bauphase gebaut. Umfassende wasserbauliche Maßnahmen für den Hochwasserschutz. Eine Nothaltestelle etwa in der Mitte des Tunnels, ein Begleitstollen sowie Bahnstromzuleitungen und Unterwerke in Gloggnitz und Langenwang für die Stromversorgung der Züge im Tunnel. Der Semmering-Basistunnel besteht aus zwei parallel geführten Tunnelröhren, mit rund zehn Metern Durchmesser. Die beiden Röhren haben einen Abstand von 40 bis 70 Meter zueinander und sind maximal alle 500 Meter durch Querstollen, die sogenannten Querschläge, miteinander verbunden. Der Tunnel entspricht somit den modernsten Anforderungen an die Tunnelsicherheit. Über die Querschläge kann bei einem Zugdefekt die Evakuierung der Zugpassagiere erfolgen. Zudem ist etwa in der Tunnelmitte, zwischen den beiden Streckenröhren, eine Nothaltestelle eingerichtet, wo Passagiere im Notfall über Fluchtstollen in den sicheren Bereich gelangen und von dort aus dem Tunnel gebracht werden können.

    Aus verkehrstechnischer Sicht ist der Semmering-Basistunnel die notwendige Ergänzung zur historischen Semmering Bergstrecke. Im Gegensatz zur 42 Kilometer langen Bergstrecke hat der 27,3 Kilometer lange Tunnel eine sehr geringe Neigung von nur 8,4 Prozent. Dadurch kann er auch von schweren Güterzügen, mit bis zu 1.600 Tonnen Gewicht, wie sie täglich auf der Südstrecke verkehren, in Einfachtraktion befahren werden. Der Basistunnel erlaubt im Abschnitt Semmering Fahrtgeschwindigkeiten bis zu 250 km/h. Er fügt sich damit nahtlos ins Hochleistungsstreckennetz für den Transeuropean Passagier- und Güterverkehr ein und sorgt für zeitgemäßen Fahrtkomfort und beträchtliche Fahrzeitersparnis. Der Tunnel ist die zukunftssichere Ergänzung zum UNESCO-Weltkulturerbe "Semmering Bergstrecke", welche weiterhin in Betrieb bleibt. Mit den Bauarbeiten zum Semmering-Basistunnel wurde 2012 begonnen. Die Fertigstellung ist für 2026 geplant. Der Tunnelvortrieb hat 2015 begonnen. Abhängig von den geologischen und den hydrogeologischen Verhältnissen kommen in drei Baulosen unterschiedliche Vortriebsmethoden zum Einsatz. Der in Gelb markierte Vortrieb mit Tunnelvortriebsmaschinen sowie der konventionelle Vortrieb mit Baggern beziehungsweise durch Sprengungen. Beim maschinellen Tunnelvortrieb gräbt sich der Bohrkopf einer zirka 200 Meter langen Vortriebsmaschine durchs Gestein. Die Sicherung des Stollens geschieht bei diesem Verfahren durch Betonfertigteile, sie dienen der Vortriebsmaschine nach dem Einbau als Abstützung für den nächsten Hub. Bei dieser Vortriebsmethode sind sehr hohe Vortriebsleistungen möglich. Beim konventionellen Tunnelvortrieb, auch als neue österreichische Tunnelbaumethode bekannt, wird das Material durch Sprengen oder Baggern ausgebrochen und anschließend geschottert. Das heißt, dass es mit Muldenkippern aus dem Tunnel gebracht wird. Die Tunnelleibung wird Abschlag für Abschlag mit Spritzbeton, Stahlbewährung und Ankern gesichert. Der Tunnel wächst auf diese Art und Weise Stück für Stück. Für die geplante Tunnelerrichtung sind auch Bautätigkeiten an den sogenannten Zwischenangriffen erforderlich. Beim Zwischenangriff Göstritz wird eine tunnelbautechnisch sehr anspruchsvolle Zone konventionell angefahren und zwar über eine Kombination aus 1.000 Metern Stollen und 250 Metern tiefen Schächten im Berg bis auf Tunnelniveau. Beim Zwischenangriff Fröschnitzgraben werden zunächst zwei 400 Meter lange Schächte mit bis zu elf Metern Durchmesser hergestellt. Am Fuße dieser Schächte wird die Nothaltestelle errichtet. Von hier aus nehmen dann die Tunnelvortriebsmaschinen ihre Arbeit Richtung Gloggnitz auf.

    Das Semmeringgebiet gilt als wertvolles ökologisches System, dessen Schutz an oberster Stelle steht. Daher wurde im Rahmen der Planungen für die Umweltverträglichkeitserklärung besonderes Augenmerk auf alle relevanten Aspekte der Umwelt gelegt, allen voran die Thematik Grund-, Berg- und Oberflächenwasser. Weiters wurden folgende Aspekte untersucht. Es wurden Klima und Luftschadstoffe, Lärm und Erschütterungen, Regionalentwicklung und örtliche Raumplanung, Tiere und Pflanzen und ihre Lebensräume, Land- und Forstwirtschaft und viele andere mehr.

    Wir schreiben das Jahr 2019. Die Bauarbeiten im Semmering Basistunnel schreiten planmäßig voran. Noch Bohren, Graben und Sprengen sich die schweren Maschinen ihren Weg durch den Berg, wo schon in wenigen Jahren Güterzüge und Personenzüge den Semmering, in einem hochmodernen Tunnel, passieren sollen. Nach dem abgeschlossenen Tunnelvortrieb, wird das Bauwerk für den kommenden Zugverkehr ausgerüstet. Die Tunnelaußenschale ist für die Stützung und Sicherung des Gebietes erforderlich. Im danach eingebauten Sohlbeton liegen die Wassersammelleitungen. Als nächstes werden die Widerlager für den Gewölbebeton errichtet, die Drainagen eingebaut und die Tunnelröhre mit Gewölbebeton ausgekleidet. Der Oberbau muss mit seinen verschiedenen Schichten Achslasten bis 22,5 Tonnen standhalten. Beidseitige Kabelkanäle im Brandweg nehmen Leitungen in der Länge von über einer Million Meter auf. Insgesamt 54 Kilometer beleuchteter Handlauf sorgen für die Orientierung. Die Oberleitungen speisen die Züge mit Strom, mit einer Spannung von 15.000 Volt.

    Ein Meilenstein für die Errichtung des Semmering-Basistunnels wurde im Mai 2010 gesetzt, mit der Einreichung von über 10.000 Berichtsseiten und 700 m2 Planunterlagen, bei den zuständigen Behörden. Nach vorliegender Behördlicher Bescheide, starteten 2012 die vorbereitenden Bauarbeiten. Auf Basis der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, hat 2015 der eigentliche Tunnelvortrieb begonnen. So kann 2026 die Zukunft des Schienenverkehrs auf der Südstrecke Gegenwart werden und der Baltisch-Adriatische Korridor wird in wenigen Jahren seinen Anforderungen als Hauptverkehrsachse gerecht.

Tunnelarbeiten Gloggnitz

Hier erfahren Sie, warum es für den Bau des Semmering-Basistunnels mehrere Ausgangspunkte braucht und wie der Tunnel von niederösterreichischer Seite Stück für Stück wächst.

  • Transkript des Videos zum Nachlesen

    Semmering-Basistunnel: Start für Tunnelbau von niederösterreichischer Seite
    Filmaufnahmen, Animation, Textinserts, Musik im Hintergrund

    Der Tunnelverlauf wird graphisch dargestellt.
    Textinsert: über sieben Kilometer Tunnelbau im niederösterreichischen Abschnitt
    Ein Tunnelbohrer beginnt mit dem Tunnelbau.
    Textinsert: Tunnelanschlag, Baustelle Gloggnitz
    Textinsert: Erste Meter Tunnelbau seit September 2015
    Textinsert: Stabilisierung für die ersten Meter Tunnel
    Textinsert: bis zu 15 Meter lange Bohrungen
    Textinsert: bis zu 400 Beschäftigte auf der Großbaustelle
    Es wird graphisch dargestellt, wie der Tunnelbau in diesem Bergabschnitt geplant wurde.
    Textinsert: Tunnelbau im Bagger- und Sprengvortrieb
    Textinsert: rund 100 kg Sprengstoff werden platziert.
    Textinsert: 65 m3 Gestein pro Sprengung
    Textinsert: Abtransport mit großen Ladern
    Tunnelarbeiter sichern die freigelegten Tunnelwände.
    Textinsert: Sicherung des Tunnels, mit Baustahlgittern und Spritzbeton
    Textinsert: Tunnelbau, Abschnitt Gloggnitz bis 2024

Schachtbauarbeiten Fröschnitzgraben

400 Meter tief arbeiteten sich Mensch und Maschine ins Innere des Berges – die Voraussetzung für den eigentlichen Bahntunnelbau in Richtung Gloggnitz und Mürzzuschlag. Sehen Sie im Film, wie die Schächte gebaut wurden.

  • Transkript des Videos zum Nachlesen

    Filmaufnahmen, Animationen, Musik im Hintergrund

    Die Art und Weise wie der Tunnelbau geplant wurde wird graphisch dargestellt.
    Textinsert: Zwei Schächte, 400 Meter tief, als Zugang für den Tunnelbau
    Ein Bagger gräbt mit einem Bohrpfahl Löcher in den Untergrund.
    Textinsert: 330 Bohrpfähle zur Stabilisierung des Untergrundes
    Experten entnehmen Boden- und Gesteinsproben.
    Textinsert: 400 Beschäftigte auf der Baustelle (Facharbeiter, Ingenieure, Geologen, Vermesser …)
    Mit einer speziellen Maschine werden Anker an der Tunnelwand befestigt.
    Textinsert: Mehr als 1.000 Anker sichern den Hang
    Textinsert: 30 Meter hohe Anlagen zum Abteufen der Schächte

    Eine Winde wird geliefert und für den Betrieb vorbereitet.
    Textinsert: Winden können bis zu 120 Tonnen Gestein auf einmal heben.
    Eine Animation zeigt, wie die schweren Maschinen in die Tunnelschächte transportiert werden.
    Textinsert: Schachtbauarbeiten in bis zu 400 Meter Tiefe

    Mehrere Bauarbeiter bohren Löcher in den Untergrund.
    Textinsert: 150 Zentimeter tiefe Bohrlöcher für die Sprengung
    Speziell dafür ausgebildete Facharbeiter platzieren, in bereits gegrabenen Löchern, mehrere Ladungen Sprengstoff.
    Textinsert: 100 bis 200 Bohrlöcher mit zirka 100 bis 300 Kilogramm Sprengstoff
    Textinsert: Detonation wird vorbereitet

    Ein Bagger verlädt die Gesteinsreste, in den Förderkübel.
    Textinsert: Ausbruch wird in Förderkübel verladen
    Textinsert: 38 Kubikmeter Material pro Fahrt
    Textinsert: Freie Felsflächen werden stabilisiert

    Speziell geschulte Mitarbeiter vermessen den Tunnelschacht.
    Textinsert: Schacht und Förderanlagen werden vermessen
    An den Wänden werden Metallgitter angebracht. Diese werden, zur Stabilisation, mit Spritzbeton befestigt.
    Textinsert: Spritzbeton befestigt Gitter und Wände
    Textinsert: Die Betonqualität wird geprüft

    Alle Maschinen werden in Sicherheit gebracht.
    Textinsert: Vorarbeiten für die nächste Sprengung beginnen
    Textinsert: Tunnelvortrieb ab 2017, neun Kilometer mit Tunnelbohrmaschinen, vier Kilometer im Bagger- und Sprengvortrieb

Tunnelarbeiten Grautschenhof

Sehen Sie hier ein eindrucksvolles Video anlässlich des feierlichen Starts der Tunnelarbeiten im Abschnitt Grautschenhof.

  • Transkript des Videos zum Nachlesen

    Filmaufnahme, Musik im Hintergrund

    Es wird feierlich der Start der Tunnelarbeiten in Grautschenhof gefeiert.
    Bekannte Persönlichkeiten würdigen die Leistungen der Tunnelarbeiter. Unter anderem wird ein Gebet, für die Sicherheit der Tunnelbauarbeiter, gesprochen.
    Es werden Szenen des Tunnelbaus gezeigt. Es wird exemplarisch gezeigt, wie eine Tunnelwand korrekt gesprengt wird.
    Die Gäste sind begeistert.

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