Frauen-Karriere-Index

Der Frauen-Karriere-Index (FKi) ist ein unabhängiges Messinstrument, mit dem der Verlauf von Frauenkarrieren, die Generation Y und die Offenheit für Veränderungen und Innovation untersucht werden. Die ÖBB-Infrastruktur hat Ende 2019 erstmals an der Erhebung teilgenommen.

Die ÖBB-Infrastruktur nimmt als eines der spannendsten und traditionsreichsten Unternehmen Österreichs eine Vorreiterrolle ein. Diese Rolle leben wir im technischen Fortschritt und als Wirtschaftsmotor. Vorreiter wollen wir auch im menschlichen Miteinander werden. Dafür forcieren wir eine Unternehmenskultur, die Vielfalt schafft und Eigeninitiative fördert. Ein Frauenanteil von neun Prozent in der Belegschaft und acht Prozent in Führungspositionen ist hierbei nicht genug.

Im Rahmen eines internen Projekts zur Förderung der Vielfalt in unserem Unternehmen haben wir uns Ende 2019 zum ersten Mal der unabhängigen Messung des Frauen-Karriere-Index durch die Barbara Lutz Index Management GmbH gestellt.

Die Teilnahme am FKi ermöglicht uns die Frauenförderung klar zu messen, transparent zu machen und gezielt weiterzuentwickeln. Die Ergebnisse der Index-Messung zeigen, dass die ÖBB-Infrastruktur mit 74 von maximal 100 Punkten (FKi-ᴓ 76) im europaweiten Vergleich mit Industrie- und Dienstleistungsunternehmen im guten unteren Mittelfeld liegt. Einerseits für ein Infrastrukturunternehmen mit einer historisch gewachsenen Belegschaftsstruktur ein erfreuliches Ergebnis, andererseits – vor dem Hintergrund des sich vollziehenden Generationenwechsels – ein Ansporn für weitere Anstrengungen, um als Arbeitgeberin für Frauen attraktiver zu werden.

Insbesondere setzen wir Maßnahmen, die interne Karrierechancen von Frauen erhöhen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familienleben für Männer und Frauen verbessern. Während es im Management ein starkes Bekenntnis zu Frauenzielen gibt und diese durch Zielgrößen und Berichtsstruktur untermauert sind, sind Arbeitszeitmodelle, Informationen zu bestehenden, familienfreundlichen Angeboten wie das RailMap*Karenzprogramm oder Elternnetzwerk sowie explizit frauenfördernde Maßnahmen Anknüpfungspunkte für weitere Überlegungen.

Der Frauen-Karriere-Index fördert Frauen, Karrieren und Gleichstellung seit 2012. Mittlerweile nehmen mehr als 200 Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teil.

Silvia Angelo über Frauen, Karriere und FKi

Mag. Silvia Angelo, Mitglied des Vorstands, spricht über die ÖBB-Infrastruktur als attraktiver Arbeitgeber, die Ergebnisse des FKi und wo sie noch Handlungsbedarf sieht.

  • Transkript des Videos zum Nachlesen

    Frauen Karriere Index Video Botschaft Silvia Angelo
    reine Videoaufnahme, Musik im Hintergrund, Sprecher Mag. Silvia Angelo

    Textinsert: Mag. Silvia Angelo; Mitglied des Vorstandes, ÖBB-Infrastruktur AG

    Wir sind ein sehr großes österreichisches Infrastrukturunternehmen, mit mehr als 18.000 Beschäftigten und das in einem technischem Bereich.Da ist natürlich ganz klar, dass Frauen generell seltener vertreten sind. Wir haben eine Frauenquote von rund acht Prozent.

    Wir sind ein Unternehmen mit einer langen Geschichte. Über 180 Jahre, stellen wir die Infrastruktur für die Eisenbahn zur Verfügung. Wir möchten uns natürlich modern für die Zukunft aufstellen. Wir setzen auf Teamgeist, wir setzen auf Diversität, weil wir nur so die nächsten 100, 200 oder 300 Jahre erfolgreich sein können.

    Für uns ist der FKI eine Maßnahme um zum einen zu sehen wo wir stehen. Der FKI beurteilt über 200 Unternehmen und wir wollen wissen, wo wir ungefähr zu verorten sind.

    Zum anderen geht es uns auch darum den Finger in Wunden zu legen, weil wir uns weiterentwickeln und kommunizieren möchten, wo wir strukturelle Probleme haben. Hier ist der FKI eine Maßnahme und eine Möglichkeit, dass auch möglichst breit im Unternehmen anzulegen.

    Wir sind natürlich als Infrastrukturbetreiber in ganz Österreich unterwegs. Das heißt wir sind tatsächlich vom Neusiedlersee bis zum Bodensee überall. Das aber auch in kleinen Strukturen, durchaus in Standorten mit fünf bis zehn Menschen. Unser Thema ist es, dass wir hier in der Zentrale am Praterstern ein sehr hohes Commitment haben, das bescheinigt uns auch der FKI, also auch in der Führung sind sich alle dessen bewusst, dass wir mehr Frauen brauchen. Das große Thema ist, wie bringen wir das in die Fläche. In der Fläche ist es notwendig, dass wir noch mehr Bewusstseinsarbeit leisten, noch mehr mit den Menschen reden und hier diese Herausforderung annehmen.