Blick auf einen viergleisige Strecke aus dem Führerstand eines Triebfahrzeugs

Ankündigung von Fahrwegkapazitätsbedarf

Zielgerichtete Kapazitätsplanung, bestmögliche Kapazitätsauslastung: Mit dem Kapazitätsmodell entwickeln wir ein Instrument, gemeinsam für die Zukunft zu planen.

Wettbewerbsfähigkeit steigern

Railnet Europe (RNE) und Forum Train Europe (FTE) haben in Zusammenarbeit mit der European Rail Freight Organisation (ERFA) das Projekt „Timetable Redesign“ (TTR) begonnen, um das Kapazitätsmanagement, lang-, mittel-, bis kurzfristig, zwischen den europäischen Staaten zu vereinheitlichen und zu verbessern. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des Schienenverkehrs zu erhöhen. TTR sieht verschiedene Elemente vor, insbesondere eine verbesserte Planung der Aufteilung von Fahrwegkapazität unter Berücksichtigung von Kapazitätseinschränkungen aufgrund von Bauarbeiten sowie die Einführung neuer Zuweisungsprozesse. Damit soll den Bedürfnissen der unterschiedlichen Fahrwegkapazitätsberechtigten besser Rechnung getragen und die Nutzung der vorhandenen Fahrwegkapazität weiter verbessert werden.

Langfristige Planung

Eine effiziente und marktgerechte Kapazitätsnutzung beginnt mit der Übersicht über die Erfordernisse der EVU und anderer Berechtigter für einen Blick in die Zukunft und der damit verbundenen Entwicklung der Verkehrsströme. Diese gilt es so früh wie möglich mit der künftig verfügbaren Kapazität abzugleichen und mit Kapazitätsrestriktionen mit großen Auswirkungen in Einklang zu bringen. Bei der Kapazitätsmodellierung wird auf eine gleichberechtigte Berücksichtigung aller Verkehrsarten geachtet. Damit werden sowohl langfristige Angebotskonzepte abgesichert als auch marktgerechte Konzepte für den kurzfristig angemeldeten Ad-hoc-Verkehr bereitgestellt.

Visualisierung von Balken-, Linien- und Tortendiagrammen

Kapazitätsmodellierung

Die ÖBB-Infrastruktur AG unterstützt die Initiative TTR und erstellt dazu jährlich ein Kapazitätsmodell. Es gibt Auskunft über prognostizierte Nachfrage nach Fahrwegkapazität und unterteilt vorhandene Fahrwegkapazität nach:

  • Fahrwegkapazitätsbegehren für Zugtrassen, die im Netzfahrplan zu berücksichtigen sind und zum Hauptbestelltermin eingebracht werden
  • Unterjährige Fahrwegkapazitätsbegehren für Zugtrassen, die nach dem Hauptbestelltermin eingebracht werden
  • Aufgrund von Bauarbeiten nicht verfügbare Fahrwegkapazität

Fahrwegkapazitätsbedarf ankündigen – gemeinsam Zukunft planen

Mit der Fahrwegkapazitätsbedarfsankündigung entwickeln wir derzeit ein Instrument, um gemeinsam für die Zukunft zu planen. Damit wir dazu ein realitätsnahes Kapazitätsmodell entwickeln können, benötigen wir Ihre Unterstützung.
Zur Erprobung der Modelle wird TTR von der ÖBB-Infrastruktur AG bereits seit der Netzfahrplanperiode 2020 auf den Pilotstrecken Kufstein–Brenner sowie Breclav–Tarvisio-B./Jesenice/Spielfeld-Straß getestet. Damit soll ermöglicht werden, die neuartigen Elemente von TTR zu bewerten und eventuellen Anpassungsbedarf zu erkennen. TTR soll vorbehaltlich der erforderlichen Anpassungen des europäischen und nationalen Rechtsrahmens mit der Netzfahrplanperiode 2025 vollständig umgesetzt werden.

Unverbindliche Einschätzung des künftigen Fahrwegkapazitätsbedarfs

Fahrwegkapazitätsberechtigte können im Zuge der Erstellung des Kapazitätsmodells durch die ÖBB-Infrastruktur AG ihre Fahrwegkapazitätsbedarfsankündigungen einbringen. Diese werden einem diskriminierungsfreien Prüfvorgang unterzogen.
Eingebrachte Fahrwegkapazitätsbedarfsankündigungen stellen unverbindliche Einschätzungen des künftigen Fahrwegkapazitätsbedarfs der Fahrwegkapazitätsberechtigten dar. Es besteht keine Verpflichtung der ÖBB-Infrastruktur AG, alle eingebrachten Fahrwegkapazitätsbedarfsankündigungen im finalen Kapazitätsmodell zu berücksichtigen. Mit dem Einbringen von Fahrwegkapazitätsbedarfsankündigungen ist kein Vorrang bei der Zuweisung von Fahrwegkapazität verbunden.

Formular für die Ankündigung von Fahrwegkapazitätsbedarf

 

Kontakt und Ansprechpartner

Sie haben noch Fragen? Unsere Mitarbeiter helfen gerne weiter.

Klaus Petri
Kapazitätsoptimierung

ÖBB-Infrastruktur AG
Netzzugang/Kapazitätsmanagement

Mobil: +43 664 6173774

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